Extreme Networks positioniert sich neu im Markt: Das plant die neue Nummer drei im Netzwerkmarkt

Nach vier Übernahmen innerhalb weniger Jahre hat es Extreme Networks von der Nummer 13 zum Drittplatzierten im Netzwerkmarkt geschafft und bietet nun ein Komplettportfolio an. Die Integrationsaufgaben, die es noch zu bewältigen gilt, sind jedoch enorm.

Andreas Livert, Senior Regional Director DACH bei Extreme Networks
(Foto: CRN)

Die Konsolidierung im Netzwerkmarkt hat in jüngster Zeit deutlich Fahrt aufgenommen. Wichtigster Treiber dieser Entwicklung: Die Einkaufstour, auf der sich Extreme Networks befindet. In den letzten fünf Jahren hat der amerikanische Hersteller vier Netzwerkspezialisten übernommen. Nach dem Kauf von Enterasys 2013 und der Wireless-Sparte von Zebra Technologies 2016 nahm die Akquisitionsstrategie im März 2017 richtig Fahrt auf. Innerhalb weniger Wochen kaufte Extreme sowohl das Netzwerkgeschäft von Avaya als auch das IP-Business von Brocade.

Durch die Übernahmen hat der 1996 gegründete Hersteller seine Position rasant ausgebaut. War Extreme vor der Enterasys-Übernahme noch die Nummer 13 im Netzwerkmarkt, ist das Unternehmen nun nach Zahlen des Marktforschungsinstituts Dell’Oro mit einem Marktanteil von gut zehn Prozent zur neuen Nummer drei nach den Branchenriesen Cisco und Hewlett Packard Enterprise (HPE) aufgestiegen. In Deutschland liegt der Marktanteil nach Angaben des Herstellers sogar höher. »Wir sind hier nicht mehr weit hinter HPE«, sagte Andreas Livert, Senior Regional Director DACH bei Extreme Networks, bei der Vorstellung der neuen Unternehmensstrategie in München. Vor allem die Akquisition der im deutschen Markt traditionell starken Avaya soll dem Extreme-Business hierzulande einen deutlichen Schub gegeben haben.

»Für uns war ein wichtiger Punkt, Wachstum zu schaffen und mehr auf uns aufmerksam zu machen«, erklärte Olaf Hagemann, Director of Systems Engineering DACH bei Extreme Networks, die Hintergründe der Akquisitionsstrategie. »Wir haben über Jahre damit gekämpft, dass wir nicht die nötige Brand Awareness hatten.« In der Vergangenheit hätten sich IT-Leiter oft vor der Geschäftsführung rechtfertigen müssen, wenn sie sich für Lösungen von Extreme Networks entschieden haben, da diesen die Marke nicht bekannt gewesen sei. Seit der amerikanische Hersteller die Umsatzmarke von einer Milliarde Dollar überschritten hat, sei dieses Problem weggefallen.

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