Neue Partner gesucht: F5 verlässt die Load-Balancing-Nische

F5 Networks, bekannt vor allem als Spezialist für Load Balancing, erweitert sein Portfolio um Security-Angebote und Lösungen für Multi-Cloud-Umgebungen. Damit werden neue Partner interessant.

Andreas Riepen, Vice President DACH bei F5
(Foto: F5 Networks)

Im Markt wird F5 Networks meist nach wie vor als Anbieter von Load-Balancing-Lösungen wahrgenommen. Auch wenn sich der amerikanische Hersteller weiterhin recht erfolgreich in der Nische positioniert, hat er in den vergangenen zwei Jahren sein Portfolio jedoch deutlich ausgebaut – von vielen Unternehmen bisher allerdings oft unbemerkt. »Wir machen zum Beispiel viel im Bereich Web Application Firewall oder DDoS, nach außen ist das aber noch nicht so sichtbar«, bedauert Andreas Riepen, der im Juli von Brocade zu F5 gewechselt ist und dort die Funktion als Vice President DACH übernommen hat.

In einer guten Position, um seine zusätzlichen Lösungen zu vermarkten, sieht sich F5 vor allem durch den Trend zu Multi-Cloud-Umgebungen. Denn wenn Unternehmen sowohl Anwendungen aus dem eigenen Rechenzentrum nutzen als auch Dienste verschiedener Cloud-Anbieter wie AWS und Microsoft, wird es zur Herausforderung, die einzelnen Anwendungen so zusammenzubringen, dass die Nutzer nahtlos darauf zugreifen können.

F5 hat sein Portfolio deswegen etwa um eine Web Application Firewall (WAF), Lösungen zum Schutz vor DDos-Attacken und eine sichere User-Authentifizierung erweitert. Mit seinem »App Connector« vereinfacht der Hersteller die Authentifizierung für User in Multi-Cloud-Umgebungen und trägt damit der Tatsache Rechnung, dass Nutzer sich nicht für verschiedene Anwendungen in unterschiedlichen User Interfaces anmelden möchten. »Wir sitzen in der IT genau an der Stelle, wo alles zusammenläuft«, begründet Riepen die Entscheidung, die Load-Balancing-Nische zu verlassen. Unternehmen, die bereits einen Load Balancer von F5 nutzen, könnten verschiedene zusätzliche Lösungen darauf laufen lassen.

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