Weitere Entlassungen bei Cisco: Cisco-Chef Robbins noch lange nicht am Ziel

Wie kaum ein zweiter Hightech-Hersteller will Cisco mit dem IoT und Cloud Computing zum alten Höhenflug zurückfinden. Doch mit dem Umbau des Konzerns tut sich der Chambers-Nachfolger schwer.

»Chuck« Robbins will Ciscos Abhängigkeit vom Routergeschäft reduzieren und setzt dafür auf Intelligenz im Netzwerk und IoT

Ursprünglich wollte Cisco-Chef »Chuck« Robbins den im August 2016 angekündigten massiven Stellenabbau von 6.600 Mitarbeitern vor dem Beginn des neuen Geschäftsjahres 2018 in diesem August abgeschlossen haben. Doch daraus wird nichts. Nun entlässt der Netzwerkriese mehr Personal. Weitere 310 Angestellte haben Ende September ihre Kündigung erhalten. Betroffen sind am Hauptsitz im Kalifonischen San Jose vor allem technisches Personal: Ingenieure und Softwareentwickler sowie einige Mitarbeiter in der Verwaltung.

Akquisitionen einerseits, andererseits jeden 10. Angestellten vor die Türe setzen: So will der vor zwei Jahren als Nachfolger von John Chambers angetretene 51-jährige Robbins den Konzern wieder auf Wachstumskurs bringen. Zuletzt sank Ciscos Jahresumsatz um drei Prozent auf 48 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn ging sogar um elf Prozent auf 9,6 Milliarden zurück.

Im laufenden ersten Quartal rechnet Cisco mit weiter sinkendem Umsatz. Robbins will Ciscos Abhängigkeit von Hardware reduzieren und dafür Einnahmen aus Software und wiederkehrenden Lizenzen ausbauen.