Einstieg ins Hardware-Geschäft: Storagecraft bringt Exablox-Systeme nach Deutschland

Mit der Übernahme des Storage-Herstellers Exablox steigt der Backup-Spezialist Storagecraft ins Hardware-Geschäft ein. Seine Partner sollen ihren Kunden dadurch eine Komplettlösung bestehend aus Speichersystemen sowie Datensicherungs- und Datenanalysediensten bieten können.

(Foto: Exablox)

Ende Januar hatte Storagecraft für eine nicht genannte Summe den Storage-Anbieter Exablox übernommen. Dieser ist für seine Scale-out NAS-Systeme bekannt – wenn auch nicht so sehr in Deutschland, da die Geräte hierzulande bislang nicht vertrieben wurden. Allerdings soll sich das jetzt unter dem Dach von Storagecraft ändern. Spätestens im zweiten oder dritten Quartal wolle er in Deutschland die ersten Exablox-Projekte bestreiten, sagt Josua Braun. Für den Channel Account Manager und seinen Kollegen Joachim Meurer gilt es daher nun, die bestehenden Storagecraft-Partner für die Speichersysteme zu begeistern und neue Partner zu gewinnen.

Storagecraft plant, die Speichersysteme weiter unter dem Namen »Exablox« zu vermarkten. Im Prinzip handelt es sich um zwei Modelle: das 2 HE messende »4312«, das für zwölf 3,5 Zoll-Festplatten ausgelegt ist und zwei 10 GbE- sowie zwei 1 GbE-Ports bietet, und das 1 HE messende »5210« mit zehn 2,5 Zoll-Steckplätzen für SSDs sowie vier 10 GbE- und zwei 1 GBE-Ports. Beide setzen auf eine eigene Objektspeicherarchitektur, welche die Daten über gängige Protokolle wie SMB und NFS bereitstellt. Sie unterstützen Deduplizierung und Kompression sowie Remote-Replication. Partner sollen sie sowohl einzeln als auch in Kombination mit den Datensicherungslösungen von Storagecraft verkaufen – quasi als Backup-Box. Darüber hinaus soll sich ein Zusatzgeschäft mit Festplatten und SSDs ergeben.

Braun zufolge sind die Exablox-Geräte als günstige Scale-out-Systeme zwischen den Highend-Modellen der NAS-Hersteller und den Einstiegsarrays der großen Storage-Spezialisten angesiedelt. »Für Reseller sind sie ein komplementäres System, für das sie keinen anderen Hersteller aus ihrem Portfolio werfen müssen«, so der Channel Account Manager. Die Geräte seien eine gute Lösung für Kunden, die skalierbaren Speicher zu günstigen Preisen suchen, aber auch für die Infrastrukturen von MSPs – speziell solchen, die sich mit Storagecraft einen Backup-Service aufbauen wollen.

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