Neue Netzwerkarchitekturen: Brocade treibt SDN voran

Software-Defined Networking wird zu einem der Kernthemen in der Unternehmensstrategie von Brocade. Der Wachstumsmarkt eröffnet auch Systemhäusern neue Umsatzmöglichkeiten im Infrastrukturgeschäft, allerdings brauchen Reseller breit angelegtes Know-how.

IP und SAN wachsen zusammen

Brocade arbeitet seit längerem daran, seine Position im Netzwerkmarkt auszubauen. Bereits 2008 hat der Marktführer für SAN-Netze dazu den Netzwerkspezialisten Foundry Networks übernommen und sich damit zum ersten Mal klassisches IP-Know-how ins Haus geholt. Mit der Virtual Cluster Switching-Technologie (VCS) und seiner VDX-Produktreihe hat sich Brocade mittlerweile in dem Markt positioniert und sieht Cisco als einzigen Wettbewerber im Geschäft mit End-to-End-Lösungen fürs Data Center.

Die in der Vergangenheit meist strikt getrennten IP- und SAN-Welten sieht Brocade mittlerweile zusammenwachsen – auch im eigenen Haus. Während Brocade bislang unter einem Dach zwei Firmen mit zwei eigenen Go-to-Market-Modellen – einem klassischen Channel-Vertrieb im IP-Markt und einem OEM-Ansatz im SAN-Geschäft – hatte, arbeiten die IP- und SAN-Teams mittlerweile an Strategien um gemeinsam auf den Markt zu gehen.

Auch bei seinen Resellern sieht der amerikanische Hersteller inzwischen das Interesse beide Produktwelten zu verkaufen. Damit wird Brocade auch für Systemhäuser aus dem Data Center Umfeld wie Bechtle oder Fritz & Macziol zum interessanten Partner. »Da bieten sich neue Chancen für Systemhäuser, die Brocade bisher eher als OEM-Partner im SAN-Geschäft kennengelernt haben«, sagt Channelchef Kay-Uwe Wirtz. Für sie ist der Verkauf des Netzwerk-Portfolios oft relativ einfach, da Ethernet Fabric die gleiche Technologie ist wie die althergebrachte Fabric aus der SAN-Welt. Traditionelle IP-Partner, die bislang eher mit Protokollen wie Spanning Tree (STP) gearbeitet haben, stehen dagegen vor größeren Herausforderungen beim Einstieg in die SAN-Welt.

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