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VoIP-Tests mit bis zu 24 Stunden Dauer

VoIP-Messungen mit Carrier-Anspruch von Fluke Networks

03. Dezember 2008, 09:39 Uhr   |  Werner Veith | Kommentar(e)

VoIP-Messungen mit Carrier-Anspruch von Fluke Networks

In ihren Carrier-Ethernet-Analyzer »MetroScope« integriert Fluke Networks aktive Messungen für VoIP-Qualität. Mit der »ProVision«-Test-Suite im Gerät lassen sich nun Messungen nach den Vorgaben des Metro-Ethernet-Forums machen.

Die Analyse von VoIP-Problemen, gerade in Carrier-Netzen, will Fluke Networks mit dem Netzwerk-Messgerät Metroscope erleichtern. Dazu hat der Hersteller in die Version 2 des »MetroScope Service Provider Assistant« ein VoIP-Telefon eingebaut. Mit diesem kann der Service-Techniker über Carrier-Ethernet-Leitungen Verbindungen zu anderen VoIP-Telefonen, Call-Managern oder anderen Metroscope-Analyzern aufbauen. Auf dieser Basis ermittelt das Gerät dann den MOS- (Mean-Opinion-Score) oder R-Faktor-Wert, die eine Aussage über die VoIP-Qualität machen. Mit der Provision-Testsuite hat Fluke anhand ihrer Erfahrungen mit BERT (Bit-Error-Rate-Test) und RFC 2544 einen Test für die Metro-Ethernet-Form-Vorgaben (MEF) und typische SLAs (Service-Level-Agreement) entwickelt.


Mit dem Carrier-Ethernet-Analyzer »MetroScope« von Fluke Networks lassen sich aktive Performance-Messungen für VoIP mit einer Länge von bis zu 24 Stunden durchführen.

Mit dem Metroscope-Ethernet kann der Techniker Live-Anrufe machen oder eine WAV-Datei abspielen. Hier lassen auf dem Gerät entsprechend etwa der gewünschte Call-Manager, die RTP- oder NAT-Parameter einstellen. Umgekehrt kann der Apparat auch einen Anruf automatisch annehmen und eine kalibrierte WAV-Datei abspielen. Die Qualität des Anruf wird in Echtzeit auf dem Display dargestellt. Außerdem sammelt das Gerät auch RTCP-Werte ein, um die Sprachqualität im Upstream darzustellen. Bis zu 24 Stunden kann eine Messung dauern, um den Verlauf der Qualität zu überwachen.

Neben der Vorgabe des RFC 2544, dass bei Testserien symmetrische Datenraten verwendet werden, arbeitet das Gerät auch asymmetrisch. Das hilft etwa beim Test von DSL-Links. Das Gerät erzeugt auch mehrere Datenströme zu unterschiedlichen Sites, VLANs und mit verschiedenen Class-of-Service. Auch das Prüfen von Q-in-Q-VLANs ist möglich. Hierbei packt der Provider VLAN-Pakete in ein zweites VLAN, um Nutzern des gleichen VLANs unterschiedliche Dienste anzubieten. Daneben untersucht der Metroscope-Analyzer auch LAN-Dienste wie DHCP, DNS, E-Mail oder Web. Durch die Unterstützung von 802.3ah lassen sich Loopbacks auf Layer 1 prüfen. Außerdem gibt es eine Option, um Wireless-LANs mit 802.11a/b/g deren Abdeckung und Performance zu messen.

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