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Metro-Rumpfgeschäftsjahr 2013

Umbau von Media-Saturn lässt Verluste steigen

12. Dezember 2013, 11:23 Uhr   |  Martin Fryba

Umbau von Media-Saturn lässt Verluste steigen

Was MSH mit »Preisinvestitionen« bezeichnet, nennen Fachhändler sachlicht Dumping (Foto: MSH)

Aggressive Preise, verpatzter Eintritt in China und Probleme in anderen Ländern haben die Metro-Tochter Media-Saturn tiefer in die roten Zahlen gezogen. In Deutschland zieht das Geschäft langsam an.

Probleme im internationalen Geschäft machen der Metro-Tochter Media-Saturn Holding (MSH) zu schaffen. Der Verlust vor Zinsen und Steuern im Rumpfgeschäftsjahr 2013 (Januar bis September) kletterte auf 54 Millionen Euro, nach einem Minus von neun Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg insgesamt leicht um 0,6 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro.

Gründe für die roten Zahlen sind der Rückzug aus dem chinesischen Markt sowie eine Neuordnung des Geschäfts in einigen europäischen Ländern. So hatte MSH in der Schweiz die Zweimarken-Strategie aufgegeben und Saturn vom Markt genommen. Einige Filialen wurden geschlossen, andere in Media Markt umbenannt. Auch eine Restrukturierung in Schweden verschlang Geld.

Aber nicht nur der Umbau im Ausland drückte auf das Ergebnis. Mit einer aggressiven Preisstrategie erkauft sich MSH teuer Marktanteile. Metro spricht offiziell von »Preisinvestitionen«. Außerdem gingen die Umsätze mit brauner Ware zurück.

In Deutschland lief das Geschäft noch vergleichsweise gut. Der Umsatz im wichtigsten Markt für MSH kletterte um 3,1 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Beide Vertriebsmarken haben Metro zufolge ihre Marktanteile ausbauen können, nicht zuletzt über die umstrittene Preispolitik der Retailketten.

Im Onlinegeschäft einschließlich der Tochtergesellschaft Redcoon meldet MSH ein Umsatzplus von 75 Prozent auf 800 Millionen Euro. Der Anteil über das Internet gekaufter Waren am Gesamtumsatz beträgt knapp sechs Prozent.

Metro veröffentlicht erstmals ein Rumpfgeschäftsjahr, da der Handelskonzern künftig für den Zeitraum 1. Oktober bis 30. September bilanziert.

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