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Rascher Trendwandel im Internet

Teenager haben keinen Bock auf Blogs

09. Februar 2010, 09:36 Uhr   |  Matthias Hell

Teenager haben keinen Bock auf Blogs

Netzwerke wie Schüler-VZ und Facebook sind für die Jugend Standard

Kaum haben sich die Älteren mit Foren und Weblogs mühsam an das Internet-Zeitalter herangekämpft, sind die »Digital Natives« schon einen Schritt weiter: Wie eine Studie zeigt, haben heutige Teenager die Lust am Bloggen verloren und verbringen ihre Freizeit lieber in Sozialen Netzwerken.

Der Trend zum mobilen Web, Kurznachrichten und Sozialen Netzwerken hat seinen Effekt auf die Aufmerksamkeitsspanne der Teenager-Generation nicht verfehlt: Wie eine Studie des amerikanischen Pew Research Center zeigt, hat sich die Zahl der bloggenden zwölf- bis 17-jährigen seit 2006 auf 14 Prozent halbiert. Stattdessen bevorzugen die Jugendlichen kurze Statusmeldungen auf Social-Networking-Seiten, die oft von mobilen Endgeräten aus verfasst werden. Twitter selbst – der Idealtyp aller Kurzmitteilungsservices – ist bei den Teenagern allerdings interessanterweise auch eher unbeliebt und fällt in der Nutzungshäufigkeit hinter alle anderen sozialen Onlineplattformen und -applikationen zurück.

Sowohl bei den Teenagern wie auch bei den etwas Älteren ist ein anhaltender Trend zur mobilen Internetnutzung zu beobachten – eine Zunahme um 27 Prozent bei den Youngstern sowie ein kräftiges Plus von 55 Prozent bei den solventeren 18- bis 29-jährigen. In dieser Altersgruppe konnte Pew Research auch beim Bloggen im Vergleich zu 2006 einen leichten Zuwachs von sieben auf elf Prozent beobachten.

Wollen E-Commerce-Anbieter und Onlinewerbetreibende schon frühzeitig ihre Zielgruppen erreichen, ist neben der One-Way-Kommunikation durch Blogs auch der Aufbau attraktiver Communities in den Sozialen Netzwerken nötig. Für Twitter gilt dagegen weiterhin, dass die reale Bedeutung des Mediums deutlich unter der derzeitigen Gewichtung in den Medien liegt.

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