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Wireless-LANs: Analyse

Störenfriede im WLAN identifizieren

28. September 2007, 09:43 Uhr   |   | Kommentar(e)

Störenfriede im WLAN identifizieren

Der Enterprise Analyzer identifiziert Störsender und überlastete Funkkanäle in WLANs.

Die Software »Enterprise Analyzer« von Aruba Networks erkennt, identifiziert und klassifiziert in Wireless-LANs nicht autorisierte Geräte, Verursacher von Funkinterferenzen oder Störsender. Gemeinsam mit dem »Adaptive Radio Management« (ARM) und Access-Points des Herstellers hilft das Werkzeug beim Aufspüren und Beheben von Problemen.

Aruba Networks hat den Enterprise-Analyzer gemeinsam mit Airmagnet entwickelt, einem Hersteller von Sicherheitslösungen für drahtlose Netzwerke. Die Software vereinfacht beispielsweise den Aufbau neuer Installationen, da sich dabei Interferenzquellen bereits in die Planungsphase berücksichtigen lassen.

Das System nutzt vorhandene Aruba-Access-Points dazu, um Daten-Pakete zu erfassen. So lässt sich die Qualität der drahtlos übermittelten Sprachdienste dokumentieren. Außerdem kann der Fachmann auf diese Weise überlastete Funkkanäle aufspüren.

Sensoren von Airmagnet erfassen Funksignale aller Art

Die Analyse des Frequenzspektrums erfolgt mit Hilfe von »Airmagnet-Smart-Edge«-Sensoren. Sie erfassen alle Signale innerhalb eines WLAN-Frequenzbands, und zwar unabhängig davon, ob es ein WLAN-Sender ist.

Entsprechende Quellen können beispielsweise Bluetooth-, Zigbee-Geräte, Mikrowellenöfen, ältere die Frequenz wechselnde Komponenten oder Access-Points sein, die auf nicht standardisierten Frequenzen funken.

Die ARM-Technik konfiguriert die Funkkanäle des Wireless-LANs so, dass die Interferenzquellen die Access-Points nicht mehr beinträchtigen. Die Bedienungsoberfläche des Enterprise-Analyzers stellt das Funkspektrum und die Lokalisierungsinformationen in grafischer Form dar.

»Dirty-Air« beeinträchtigt WLANs

»Überlastete Funkbänder, konkurrierende Signale und Frequenzüberlagerungen beeinflussen die Performance und Integrität von geschäftswichtigen drahtlosen Netzwerken. Wir nennen das Dirty-Air«, sagt Rajeev Shah, Arubas Produkt-Manager für Wireless-IDS (Intrusion-Detection-System). »Der Enterprise-Analyzer unterstützt Netzwerkadministratoren dabei, WLAN-spezifische Netzwerkprobleme zu beheben.«

Neue WLAN-Techniken werden zu einer Verschärfung der Situation führen, meint Stan Schatt, Vice-President und Wifi-Research-Director der Beratungsgesellschaft ABI Research. »Das WLAN-Frequenzspektrum ist mittlerweile ähnlich überfüllt wie der Luftraum über einem Großflughafen. Mit den Geräten für den kommenden 802.11n-Standard, die auf den Markt drängen, wird es noch schlimmer.«

Die Analyse des Spektrums sei bei der Planung von Funk-Netzwerken daher ein Muss. Beim WLAN-Management werde sie sich ebenfalls zu einem integralen Bestandteil entwickeln. »Denn Dirty-Air erfordert eine konstante Wachsamkeit«, so Schatt.

www.arubanetworks.com

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