Schwerpunkte

Tomorrow Now bestreitet Vorwürfe

SAP wehrt sich gegen Oracle-Klage

03. April 2007, 10:43 Uhr   |  

Die SAP-Tochter Tomorrow Now wehrt sich entschieden gegen den von Oracle erhobenen Vorwurf der illegalen Datenbeschaffung. Das Unternehmen räumt Downloads von Oracle-Servern ein, betont aber, dass man dabei nur rechtmäßige Methoden angewandt habe. Der Mutterkonzern SAP kündigte rechtliche Schritte an.

Die des Diebstahls bezichtigte SAP-Tochter Tomorrow Now bestreitet die Vorwürfe von Oracle entschieden: Gründer und CEO Andrew Nelson betont in einer ersten Stellungnahme, dass man sich keinerlei illegalen Verhaltens schuldig gemacht habe. Das Unternehmen bestätigt, dass man verschiedene Downloads von Oracle-Servern getätigt habe, dies aber nur mit legalen Methoden geschehen sei. Der Vorwurf von Oracle wiegt schwer: Mitarbeiter von Tomorrow Now sollen »Tausende urheberrechtlich geschützte Software-Produkte und anderes vertrauliches Material« auf eigene Server kopiert haben. Der SAP-Konkurrent hatte im November und Dezember vergangenen Jahres bei einigen Kundenkonten offenbar eine ungewöhnliche hohe Download-Aktivität festgestellt. Dabei seien laut Hersteller Konten benutzt worden, die kurz vor dem Ablauf standen oder bereits abgelaufen waren. Auch Kunden, die von Oracle zu SAP gewechselt seien, und Mitarbeiter der amerikanischen SAPTochter Tomorrow Now sollen unbefugt auf Server zugegriffen haben.

SAP lehnte eine detaillierte Stellungnahme bisher ab. Der Vorstandsvorsitzende Henning Kagermann machte aber deutlich, dass man »geistiges Eigentum respektiere und Eigentumsrechte anderer nicht verletze«. Der Walldorfer Mutterkonzern ließ verkünden, dass man sich auf rechtlichem Wege massiv gegen die Anschuldigungen von Oracle wehren werde. Dies sollten alle Kunden, Investoren, Mitarbeiter und Partner wissen.

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