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Richtig wachsen, aber wie?

Personalrekrutierung für Systemhäuser

12. Juni 2013, 09:36 Uhr   |  Peter Tischer | Kommentar(e)

Personalrekrutierung für Systemhäuser

Mike Bergmann, Chef von »Exabyters«, erläutert erfolgreiche Rekrutierungsstrategien für Systemhäuser (Bild: Exabyters)

Mike Bergmann, Chef von »Exabyters«, erläutert die Auswirkungen des Fachkräftemangels auf Systemhäuser und zeigt Wege auf, trotzdem gutes Personal einzustellen.

Es herrscht Fachkräftemangel in Deutschland. So gehen IT-Unternehmen laut einer Studie der Bitkom und des Fraunhofer-Instituts durchschnittlich 8,5 Prozent des Umsatzes verloren, »weil sie aufgrund des Mangels an qualifiziertem Personal Aufträge nicht realisieren können«. Vor allem Dienstleistungsunternehmen und Systemhäuser sind davon betroffen und wachsen längst nicht so, wie sie es der Auftragslage nach könnten. Die bisher von Unternehmen genutzten Instrumente –Jobbörsen werden am meisten eingesetzt – zur Personalgewinnung sind allerdings nicht unbedingt auch die Erfolgversprechendsten. Neben einer persönlichen Ansprache sind für technische Dienstleistungsunternehmen bei der Personalgewinnung auch interaktionsorientierte Instrumente wichtig. Denn Themen wie Cloud Computing, IT-Sicherheit und Social-Media werden auch für Systemhäuser immer mehr an Bedeutung gewinnen und den Service-Bedarf weiter vorantreiben. So spielen im Systemhausumfeld, als auch bei zeitlich befristeten Projektaufträgen Beziehungsnetzwerke und die zugehörigen Kommunikationskanäle wie Newsletter, Foren, Business-Netzwerke und Social-Media eine deutlich wichtigere Rolle als noch vor wenigen Jahren. Trotzdem bleiben persönliche Beziehungen der entscheidende Erfolgsfaktor, um das richtige Fachpersonal zu gewinnen.

Beziehungsnetzwerke müssen systematisch aufgebaut und genutzt werden – sei es im Umfeld von Mitarbeitern, unter Führungskräften, mit Kunden und Kooperationspartnern. Zwar nutzen zahlreiche IT-Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor diese Methode bereits informell, aber selten spiegelt das die eigene IT in Form einer Bewerber-Datenbank oder gar einem Mitarbeiter-Pool wider. Im Human-Ressources-Management existieren mittlerweile etliche Methoden und Modelle, die aber meist für Systemhäuser zu theoretisch sind. Sie benötigen eine Kombination geeigneter Methoden mit einem »Best Practice«-Ansatz.

Mike Bergmann, selbst Systemhauschef in seinem 1995 gegründeten Unternehmen »Exabyters«, kennt die Situation aus eigener Erfahrung: »Es gibt tatsächlich wenige Branchen, in denen der Anteil an Vollkaufleuten bei den Gesellschaftern und Inhabern so niedrig ist wie in der IT-Branche«. Viele der theoretischen Modelle seien vielleicht in größeren Unternehmen bekannt, hätten aber wenig Bezug zur täglichen Praxis im Systemhaus. »In meinen Seminaren, die ich mit unserem SaaS-Distributionspartner Acmeo anbiete, freuen sich die Teilnehmer gerade über unseren Hands-On-Ansatz. Hier ist die ganz direkte und instruktive Hilfe für konkrete Problemstellungen in der Personalgewinnung gefragt. Das Ganze unterfüttere ich mit betriebswirtschaftlichen Fachkenntnissen«. Ganz entscheidend sei zudem: »Ich bin selbst seit 18 Jahren Unternehmer und leite auch ein Systemhaus«.

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1. Personalrekrutierung für Systemhäuser
2. HRM inzwischen Geschäftskritisch
3. Kleine Systemhäuser sollen eigene Vorteile herausstellen

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