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Mobilfunktechniken der Zukunft

Motorola startet Tests mit Super-3G-Mobilfunk

11. September 2008, 17:09 Uhr   |  Bernd Reder

Motorola startet Tests mit Super-3G-Mobilfunk

Laut der japanischen Mobilfunkfirma NTT Docomo könnten erste LTE-Mobilfunksysteme bereits ab Ende 2009 installiert werden.

Alcatel-Lucent, Ericsson und Nokia Siemens Networks haben bereits Tests mit dem UMTS-Nachfolger »Long Term Evolution« (LTE) durchgeführt. Auch Motorola setzt jetzt auf diese Technik, die Datenraten bis 300 MBit/s ermöglichen soll.

Motorola hat in Kooperation mit dem Mobilfunk-Serviceprovider Verizon Wireless erste Tests mit der Super-3G-Mobilfunktechnologie »Long Term Evolution« (LTE) gestartet. Kommerzielle Produkte mit LTE-Technik könnten bereits im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

Allerdings ist erst ab 2010 bis 2011 damit zu rechnen, dass LTE in größerem Umfang in den Industrieländern zur Verfügung steht.

Im Gegensatz zu UMTS mit Datenraten von 384 kBit/s und HSPA (High-Speed Packet Access) mit derzeit bis zu 7,2 MBit/s bietet LTE beim Herunterladen von Daten eine Geschwindigkeit von bis zu 300 MBit/s. Beim Upload sind es 75 MBit/s.

Tests: bis zu 250 MBit/s beim Herunterladen

Allerdings handelt es sich dabei um theoretisch erreichbare Datenraten. In Feldversuchen hat der japanische Mobilfunk-Carrier NTT Docomo bereits 250 MBit/s mit LTE erzielt.

NTT will die Technik dazu nutzen, um neue Dienste anzubieten, etwa Voice over IP, interaktive Spiele, Videokonferenzen, Live-Videos sowie Handy-TV.

Während die Japaner LTE bereits ab 2009 einführen wollen, dürfte der Startschuss in Europa erst ein Jahr später fallen. Ein Problempunkt in Europa sind die Kosten, die mit dem Umrüsten der Mobilfunknetze verbunden sind. Davor scheuen Vodafone, T-Mobile, E-Plus und O2 Germany zurück.

Hinzu kommt, dass die Mobilfunkfirmen hier zu Lande derzeit – noch – auf HSPA setzen. In der nächsten Ausbaustufe sind damit Download-Raten von 14 MBit/s möglich. Das ist zumindest für die derzeit vorhandenen Anwendungen ausreichend.

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