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Lazy Friday: Gläserne Bürger und Kunden

Ja, wer hat sie denn, meine Daten? – Die größten Skandale in Deutschland

09. Oktober 2008, 17:00 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Ja, wer hat sie denn, meine Daten? – Die größten Skandale in Deutschland

Wir haben eine neue Nummer eins, zumindest unter den Firmen: T-Mobile. Den Mobilfunkern gelang es, 17 Millionen Datensätze mit persönlichen Informationen zu »verlieren« - mehr als jedem anderen Unternehmen in Deutschland. Hier die Rangliste der größten Datenskandale in der Bundesrepublik. Doch im internationalen Vergleich müssen wir noch kräftig nachlegen, wie ein Blick ins Ausland zeigt.

Sie haben schon einmal bei Beate Uhse eingekauft oder bei der Süddeutschen Klassenlotterie gezockt? Dann wundern Sie sich nicht, wenn Sie plötzlich Werbeanrufe oder E-Mails mit einschlägigen Angeboten anderer Firmen bekommen. Denn beide Unternehmen sind Kundendaten abhanden gekommen. Aber das gehört mittlerweile fast zum guten Ton, wie unsere Rangliste der interessantesten Fälle zeigt.

Was macht denn Deine Gummipuppe, Heiner?

Dumm gelaufen: Da recherchiert der Journalist Daniel Grosse im Internet nach einer E-Mail-Adresse – und stößt auf E-Mail-Daten von Teilnehmer eines Gewinnspiels bei Lustkatalog.de.

Über das Portal, das zum Beate-Uhse-Konzern gehört, können Interessenten Spielsachen für Erwachsene ordern, von der einschlägig bekannten Aufblaspuppe für Ihn bis zum »Spanish Fly Sexvibe« für Sie.

Die Zahl der Datensätze: Laut Beate Uhse mehrere hundert, nach anderen Informationen waren im September auf der Web-Seite zeitweilig mehrere Tausend E-Mail-Daten zugänglich, auch die von Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben.

Wie uns ein Sprecher der Beate Uhse AG mitteilte, seien die Teilnehmer an dem Gewinnspiel nicht zwangsläufig Kunden des Erotikversenders gewesen.

Der Konzern habe zudem die Sicherheitslücke noch am selben Tag geschlossen und sich bei allen Betroffenen persönlich entschuldigt - ein Vorgehen, das Respekt verdient und (leider) bei Vorfällen wie dem genannten nur selten zu beobachten ist. Viele Unternehmen setzen statt dessen lieber auf eine Taktik à la »Wir wissen von nichts«.

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