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Also CTV 2020 – erstmals virtuell

Digitale Chancen, digitale Grenzen

01. April 2020, 17:07 Uhr   |  Stefan Adelmann

Digitale Chancen, digitale Grenzen
© Also / Screenshot: CRN - 31.03.2020

Erstmals komplett virtuell: Die Hausmesse Channel Trends + Visions von Also fand dieses Jahr als reine Online-Plattform mit Webinaren, Vorträgen und Ausstellung statt

»Zwangsdigitalisierung« nennt Kai Diekman eine der Folgen der Corona-Krise, der sich auch Alsos Hausmesse Channel Trends + Visions dieses Jahr nicht entziehen konnte. Zwar aus der Not geboren, zeigen sich Veranstalter und Teilnehmer mit der erstmals komplett virtuellen Messe aber sehr zufrieden.

Auch Distributor Also scheint die Zahl 13 kein Glück zu bringen. Das gilt zumindest für die ursprünglich als ganz klassisch analoge Veranstaltung geplante Hausmesse Channel Trends + Visions, die am 27. März 2020 zum mittlerweile 13. Mal und im zweiten Jahr auf dem Areal Böhler in Düsseldorf hätte stattfinden sollen. Die schnelle Ausbreitung des Corona-Virus verhinderte dieses Vorhaben jedoch, Also musste rund zwei Wochen vor der CTV bekanntgeben, dass diese aufgrund der Behördenempfehlungen und -vorgaben nicht wie geplant umgesetzt werden könne. Eine komplette Absage für die Hausmesse, immerhin eine der letzten verbliebenen Großveranstaltungen der ITK-Branche im deutschen Markt, soll aber keine Option gewesen sein. »Für uns stand jedoch fest, dass wir unsere CTV nicht einem Virus zum Opfer fallen lassen«, so Simone Blome-Schwitzki, Chief Customer Officer bei Also Deutschland.

Gustavo Moeller Hergt Also
© Also / Screenshot: CRN - 01.04.2020

Also-CEO Gustavo Möller-Hergt konnte seine traditionelle Keynote dieses Jahr nicht vor Publikum halten, sondern zeichnete diese vor der virtuellen CTV auf

6.000 Teilnehmer

Statt einer Präsenzmesse kündigte Also aufgrund der Umstände kurzfristig ein komplett virtuelles Event an und ließ in erstaunlich kurzer Zeit Taten folgen: Die CTV fand am vergangenen Freitag – und damit am zuvor angepeilten Termin 27. März 2020 – rein online als eintägige Veranstaltung statt. Über aufgezeichnete Keynotes, Live-Webinare sowie eine erkundbare Ausstellung wollte Also vor allem die inhatlichen Aspekte der CTV abbilden, die vielen Gespräche in Bochum und Düsseldorf sowie das Networking ließen sich hingegen allenfalls rudimentär in das Digitalformat übersetzen. Trotz punktueller Abstriche sowie einiger zu nehmender Hürden zeigt sich der Veranstalter nicht zuletzt vor dem Hintergrund der kurzen Vorbereitungszeit mehr als zufrieden mit dem Tag. 6.000 Besucher hätten demnach teilgenommen (auf der CTV 2019 waren es rund 4.800), im Schnitt fünf Vorträge und Webinare verfolgt sowie jeweils über 40 Klicks auf der Plattform getätigt. »Wir freuen uns sehr über das riesige Interesse«, sagte Also-CEO Gustavo Möller-Hergt nach dem Event. 

Zufrieden zeigte sich Möller-Hergt auch in seiner vorab aufgezeichneten Keynote. Grund zur Freude gab es reichlich, immerhin konnte die Also Holding vor wenigen Wochen für das Geschäftsjahr 2019 einen Umsatzsprung von mehr als 16 Prozent  auf knapp 10,7 Milliarden Euro vermelden, das Ebitda legte um 29 Prozent auf rund 197 Millionen Euro zu. »Ich denke, dass das für sich spricht«, so der CEO. Die Ergebnisse unterstreichen laut Möller-Hergt den Erfolg der Strategie des Distributors, die einerseits auf der Stärkung regionaler Aktivitäten beruht, in Ländern, »in denen wir nicht präsent waren oder in denen wir keine dominante Position hatten«. Und andererseits vor allem auf einer »Struktur- sowie Cash-Optimierung« sowie Investitionen in digitale Plattformen und damit auf der eigenen Transformation zum Technologie-Provider (hier lesen Sie weitere Hintergründe zur Also-Strategie) basiert.

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