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Blade-Server im Vergleich zu Rack-Systemen

Data-Center-Praxis Blade-Server - Hohe Leistung auf kleinstem Raum

12. Januar 2009, 12:58 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Data-Center-Praxis Blade-Server - Hohe Leistung auf kleinstem Raum

Im Vergleich zu Rack- oder Stand-alone-Systemen bieten Blade-Server eine ganze Reihe von Vorteilen. Dazu gehören eine bessere Stromversorgung, effizientere Kühlung, flexible und schnelle I/O-Subsysteme sowie integrierte Managementmöglichkeiten. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, auf die Interessenten bei der Anschaffung von Blade-Servern achten sollten.

Seit mehr als sechs Jahren sind Blade-Server auf dem Markt. Während zu Beginn jeder Hersteller seine eigene Variante anbot, haben sich in der Zwischenzeit Standards für die zentralen Bauteile durchgesetzt. Gerade diese Standardisierung hat dazu beigetragen, dass Blades einen durchaus beachtlichen Marktanteil erobert haben.


Im Gegensatz zu älteren Server-Blades, die meist nur einen Anschluss zur Unterstützung von hohen Datenraten haben, sollte bei modernen Blade-Gehäusen jeder Erweiterungsanschluss auf den Blades für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten konzipiert sein, etwa Fibre-Channel mit 8 GBit/s oder (10-)Gigabit-Ethernet.

Nach Angaben der Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner waren 2007 rund zehn Prozent aller ausgelieferten Serversysteme Blades. Im Jahr 2012 sollen es bereits zwischen 20 Prozent (Gartner) beziehungsweise 25 (IDC) Prozent sein. Der technologische Fortschritt in diesem Segment des Servermarkts trägt seinen Teil dazu bei.

Die Stärken von Blade-Servern liegen in folgenden Punkten:

· der kompakten Bauweise,

· der hohen Leistungsdichte,

· der besseren Skalierbarkeit,

· der einfacheren Verkabelung und

· der schnellen und einfachen Wartung.

· Außerdem wird nur ein einziger KVM-Switch benötigt.

Vorteile von Blade-Servern im Vergleich zu Rack-Systemen

Die Gehäuse bieten eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber konventionellen, in einem Rack montierten Servern und vereinfachen damit den Betrieb von Rechenzentren. Die wichtigsten Aspekte auf einen Blick:

Erhöhte Dichte: Während ein Rack-Server mit 40 Höheneinheiten (HE) für gewöhnlich nur 40 normale 1-HE-Rack-Einheiten aufnehmen kann, ist es bei aktuellen Blade-Gehäusen beispielsweise möglich, denselben 40-HE-Rack-Server mit bis zu 64 Blade-Einheiten zu bestücken. Administratoren sind damit in der Lage, den verfügbaren Platz noch effizienter zu nutzen.

Schnelle Bereitstellung: Das Installieren eines Blade-Gehäuses in ein Rack ist in etwa so zeitaufwändig wie die Installation eines herkömmlichen Rack-Servers. Ist das Gehäuse (Enclosure) montiert, dauert es nur Sekunden, um ein Blade zu installieren. Bei normalen Rack-Servern muss dagegen der gesamte Montagevorgang wiederholt werden.

Reduzierter Strom- und Kühlungsaufwand: Der Aufwand für die Kühlung in einem Rechenzentrum lässt sich mithilfe von Blade-Servern drastisch senken. Ein Beispiel: Ein Blade-Server-System wie das Poweredge M1000e von Dell ist um bis zu 24 Prozent sparsamer als ein konventioneller 1-HE-Server.

Einfachere Verkabelung: Ein Gehäuse, das Platz für 16 Blades bietet, kann die Kabelmenge im Vergleich zu normalen 1-HE-Servern um bis zu 93 Prozent reduzieren. Dadurch lässt sich die Zahl der potenziellen Kabelbruchstellen deutlich verringern. Auch das Management wird vereinfacht. Zudem sinken die Installationskosten.

Niedrigerer Management-Aufwand: Es genügt eine redundante Management-Karte, um bis zu 16 Blade-Systeme zu verwalten. Bei einem Rack-Server wird dagegen für jeden Rechner eine separate Verwaltungskarte benötigt.

Effiziente Energienutzung: Schon immer war eines der Kennzeichen von Blade-Servern eine bessere Nutzung der Energie. Bei den Blade-Systemen der neuesten Generation sinkt der Stromverbrauch weiter. Denn in ihnen werden Komponenten verbaut, die weniger Energie benötigen, etwa »Xeon«-Prozessoren von Intel, die in einem 45-Nanometer-Prozess gefertigt werden oder Strom sparende »Opteron«-CPUs von AMD. So verbraucht ein Blade-System der Reihe Dell Poweredge-M im Vergleich zum Poweredge 1955 bis zu 18 Prozent weniger Strom pro Blade, und das bei einer vergleichbaren Blade-Konfiguration.

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2. Netzteile und Lüfter
3. Anschlüsse für hohe Datenrate

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