Thema der Woche: E-Business: HOH: »Auch in Facebook wird der Kuchen nur einmal verteilt«

Als Online Marketing Manager bei der Cancom-Tochter Home of Hardware (HOH) ist Christine Maier für den Facebook-Auftritt des Etailers verantwortlich. Im CRN-Interview erklärt sie, welche Rolle das Netzwerk heute für HOH spielt und warum Händler und Hersteller den Facebook-Einstieg nicht verpassen sollten.

Christine Maier ist Online Marketing Manager beim HOH-Eigner Cancom

CRN: Mit rund 9.000 Facebook-Fans zählt Home of Hardware (HOH) zu den Etailern, die in dem Sozialen Netzwerk am Erfolgreichsten sind. Was zählt alles zum Spektrum der Facebook-Aktivitäten von HOH?

Maier: Das Spektrum unserer Aktivitäten auf Facebook umfasst die Veröffentlichungen neuster Informationen aus der IT- und Gaming-Welt, das Posten unterhaltsamer beziehungsweise interessanter Online Spiele, Newsmeldungen oder aber auch Musikvideos. Ebenso veranstalten wir bei Facebook Gewinnspiele sowie Umfragen mit dem Ziel, unsere Fans besser zu verstehen und einordnen zu können.

CRN: Planen Sie mittelfristig, auch den kompletten HOH-Shop in die Facebook-Fanpage zu zu integrieren?

Maier: Aktuell haben wir kein festes Ziel, ob und wann der Shop komplett in Facebook integriert werden soll. Mittelfristig kann das Thema Shop-Integration sicher relevant werden.

CRN: Auf welche Resonanz stoßen die Facebook-Aktivitäten bei den Kunden von HOH?

Maier: Die Resonanz unserer Kunden ist sehr positiv, was man auch an der Zahl der Fans, die wir bisher für uns begeistern konnten, sehen kann. Dies gilt auch für die onpage umgesetzten Maßnahmen wie etwa die Integration des Facebook Like-Button auf den Produktseiten im HOH-Shop.

CRN: Welche Rolle nimmt die Facebook-Fanpage im Rahmen der Strategie von HOH ein: Handelt es sich dabei nur um ein modisches »Nice to have« oder wirkt sich Facebook schon heute spürbar auf die Umsätze aus?

Maier: Facebook kann aktuell noch nicht als Vertriebskanal betrachtet werden. Unser primäres Ziel ist es, in engem Kontakt zu unseren Kunden zu stehen und an deren Interessen und Feedback teilzuhaben, sowie die Bindung zwischen ihnen und HOH zu stärken. Natürlich entstehen über Facebook auch Umsätze, allerdings handelt es sich bei einer Vielzahl unserer Fans um Stammkunden. Diesen Fakt muss man bei der Bewertung der Umsätze im Hinterkopf haben.

Die Zukunft wird zeigen, inwiefern sich Facebook als Vertriebskanal etablieren wird. Diese Entwicklung wird auch stark von dem jeweiligen Markt abhängig sein. Je nachdem, wie sich der Social E-Commerce in den nächsten Jahren entwickeln wird, wird Facebook für Shops attraktiver oder weniger attraktiv sein.

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