Kooperierte Systemhäuser profitieren vom Dialog: iTeam gibt Impulse für den Aufschwung

Die in der Verbundgruppe iTeam organisierten Systemhäuser stellen sich auf den Aufschwung nach der Krise ein. Dabei setzen sie auf Trendthemen wie Managed Services und Cloud Computing – und auf Impulse aus dem gegenseitigen Austausch.

Olaf Kaiser ist seit Mitte 2009 Geschäftsführer von iTeam

Die schweren Turbulenzen der vergangenen Monate sind vorbei, am Markt ist Ruhe eingekehrt und damit wieder verhaltener Optimismus möglich – die Einschätzung von Olaf Kaiser, Geschäftsführer der zu Synaxon gehörenden Systemhauskooperation iTeam deckt sich mit den Erfahrungen seiner Partner: »Die ersten beiden Quartale 2010 waren bitter«, berichtet Thorsten Podzimek, Geschäftsführer der Darmstädter SAC GmbH. So hätten die Kunden viele Projekte zurückgestellt. Erst nach den Sommerferien sei der große Aufschwung gekommen. »Jetzt schieben wir Sonderschichten und könnten mindestens drei Leute einstellen, finden aber keine geeigneten Kandidaten«, so Podzimek. Von einem Einbruch um 40 bis 60 Prozent berichtet auch Dominic Sander, iTeam-Partner und Chef der Sander Informationssysteme im niedersächsischen Lohne. Doch auch hier kam im Sommer die Wende zum Besseren: »Jetzt läuft es zwar nicht super, aber gut«, so Sander. »Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir bald wieder auf dem Vor-Krisen Niveau sind.«

Die positive Entwicklung der iTeam-Systemhäuser zeigt sich auch in den nackten Zahlen. Nach Angabe von iTeam-Chef Kaiser zählt die Verbundgruppe heute 260 Partner mit einem Durchschnitt von 25 Mitarbeitern sowie einem mittleren Jahresumsatz von drei Millionen Euro. Zwar habe sich die Partneranzahl in den letzten zwölf Monaten in Summe nicht verändert, doch stünden 30 Neuzugängen ebenso viele Abgänge gegenüber. »Der Wettbewerb zu anderen Systemhaus-Kooperationen ist dafür aber kein Grund«, erklärt Kaiser. »Den Abgängen liegt eher die Erkenntnis zu Grunde, aus der Mitgliedschaft bei iTeam keinen Nutzen gezogen zu haben.« In diesen Fällen sei es der Verbundgruppe offensichtlich nicht gelungen, die Vorteile einer Mitgliedschaft adäquat zu vermitteln. Gehe es darum, neue Partner für die Kooperation zu gewinnen, verzichte iTeam auf die Konfrontation mit den Wettbewerbern. »Wir zielen bei der Akquise vor allem auf unkooperierte Systemhäuser«, so Kaiser.