Prometheus: Infrastruktur-Services zum Mieten

Der Münchner Dienstleister Prometheus bringt mit dem »Workplace 2.0« neue Infrastructure as a Service-Angebote auf den Markt. Die Abrechnung der Dienste erfolgt auf Mietbasis. Vertrieben werden sie über Systemhauspartner.

Prometheus, ein Münchner Dienstleister, startet unter dem Label »Workplace 2.0« eine Reihe neuer Infrastruktur-Services. Der Anbieter stellt die modularen Dienste, die sich nach Bedarf kombinieren lassen, auf Basis eines Mietmodells bereit. Mit den Angeboten richtet sich Prometheus nicht selbst an Endkunden. Zielgruppe des Unternehmens, das sich als »Dienstleister der Dienstleister« versteht, sind vielmehr Systemhäuser. Ihnen bietet das »Workplace 2.0«-Konzept die Möglichkeit, die Services von Prometheus zu beziehen und entweder direkt an ihre Kunden weiterzuvertreiben oder sie um eigene Dienstleistungen zu ergänzen.

Die Services, die der Dienstleister auf diese Weise anbietet, decken ein breites Spektrum ab: Hardware-Inventarisierung, Software-Inventarisierung, Software-Verteilung, Betriebssysteminstallation, Patchmanagement, IT-Assetmanagement, Software-Assetmanagement, Lizenzmanagement, Antivirus, Groupware, mobile Funktionen für iPhone und Blackberry, Archivierung und Instant Messaging. Ergänzt werden die Neuheiten um bestehende Angebote von Prometheus im herstellerunabhängigen Vor-Ort-Service, in der Fernwartung, im Systemmanagement und im Bereich Helpdesk.

Die »Workplace 2.0«-Angebote basieren auf einer Reihe von Software-Lösungen, zu denen ein Lifecycle Management-Tool des Leipziger Herstellers DeskCenter Solutions, eine AntiVirus-Lösung von Panda Security und die Groupware »Zimbra« von Yahoo gehören. Angeboten werden die Lösungen ohne Mindestlaufzeit. Außerdem fallen für Kunden weder Lizenzgebühren noch Implementierungskosten an. Sie zahlen lediglich eine monatliche Mietrate, in der sämtliche Leistungen enthalten sind. Den Wiederverkäufern verbleibt davon eine feste Marge in Höhe von 25 Prozent. Anders als bei Managed Service-Modellen rechnet der Partner direkt mit dem Kunden ab. Der Münchner Dienstleister hält sich aus der Kundenbeziehung heraus und stellt lediglich den Service und die Infrastruktur bereit.

Laut Prometheus eignen sich die Services zum einen für kleinere Partner, die ihren Kunden damit Leistungen anbieten können, die sie nicht selbst erbringen. Zum anderen kommen als Reseller auch größere Systemhäuser in Frage, deren Schwerpunkt auf anderen Gebieten wie ERP oder CRM liegt und die den »Workplace 2.0« als Ergänzung ihres Portfolios ansehen. Der Endkundenpreis für das Gesamtpaket bewegt sich bei etwa 500 Nutzern um die 30 Euro pro Monat und User inklusive der Vor-Ort- und Remote-Services. Der Antivirus-Service allein liegt bei 2,50 Euro pro User und Monat, eine Zehn-GByte-Mailbox kostet mit mobilen Funktionalitäten rund 7,50 Euro.