IT-Projekte für politische Ziele nutzen

Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen von IT-Projekten der Öffentlichen Hand unterliegen der Besonderheit, dass sie in Verbindung mit politischen Zielen beurteilt werden müssen. Die Business-Case-Analyse kann als Leitfaden dienen.

Die Monte-Carlo-Simulation zeigt die Wahrscheinlichkeit der Ergebnisse an.

Viele Bundesländer führen momentan die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) ein. Die Umsetzung politischer Ziele soll mithilfe der durch KLR geschaffenen Transparenz besser geplant und gesteuert werden können. Allerdings liefern operative Systeme allein nicht die benötigten adressatengerechten und verdichteten Informationen. Dazu ist es notwendig, sie mit strategischer Business Intelligence (BI) Software zu unterstützen, die eine erfolgreiche Datenintegration aus verschiedenen Einzelsystemen ermöglicht. Durch gezielte Planungs- und Steuerungsmöglichkeiten erhofft man einen effizienteren Ressourceneinsatz und haushaltswirksame Einsparungen. In der Vergangenheit haben IT-Großprojekte im öffentlichen Sektor häufig ihre geplanten Kosten überschritten und nicht den erhofften Nutzen gebracht. Deshalb empfiehlt es sich, vor der Durchführung eines Projektes nicht nur die technischen Möglichkeiten zu beurteilen, sondern auch die Kosten und der Nutzen zu analysieren.

Dies wird durch eine Business-Case-Analyse ermöglicht, die den Nutzen der Datenintegration und -qualität quantifiziert. Ein ostdeutsches Bundesland hat in seinem Finanzministerium zur Bewertung der Kosten und Nutzen eines neuen Berichts- und Managementinformationssystems innerhalb von sieben Wochen eine Business-Case-Analyse durchgeführt. Dieses Beispiel veranschaulicht das Vorgehen, die Herausforderung und Möglichkeiten einer solchen Bewertung. In zwei Ressorts waren bereits erste Lösungen zur KLR implementiert worden. Die verschiedenen Systeme konnten jedoch nicht hinreichend integriert werden, sodass den Anforderungen der Leitungsebene an steuerungsrelevante Informationen nicht entsprochen werden konnte.