Wandel im Servermarkt: Der Server übernimmt neue Aufgaben

Die Nachfrage nach klassischen Servern bleibt auch in Zeiten der Cloud bestehen. Allerdings verändert sich der Markt, denn Server werden anders eingesetzt.

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Während der Servermarkt lange stagniert hat, befindet er sich seit Mitte 2017 wieder im Aufwärtstrend. In diesem Jahr hat der Aufschwung sogar noch einmal an Dynamik gewonnen. Im ersten Quartal 2018 stiegen die weltweiten Server-Auslieferungen nach Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner um 17,3 Prozent, die Server-Umsätze sogar um 33,4 Prozent im Vorjahresvergleich.

Der Haupttreiber für das Wachstum war den Marktforschern zufolge der Ausbau der Infrastruktur zur Unterstützung von Cloud- und Hybrid-Cloud-Implementierungen. Denn Server kommen häufig nicht mehr in traditionellen Rechenzentren zum Einsatz, sondern werden zur Basis für Cloud Services. Während die Unternehmen in der EMEA-Region noch zögerlich in die Modernisierung und den Ausbau ihrer Rechenzentren investieren, sorgen die großen Serviceprovider und Datacenter-Betreiber bei den Serverherstellern für zusätzlichen Umsatz. Dieser Trend zeigt sich besonders stark im weltweiten Servermarkt, kommt aber nach und nach auch in Deutschland an.

Denn auch Mittelständler haben hierzulande ihre Vorbehalte gegen Services aus der Cloud mittlerweile aufgegeben. Immer mehr KMU würden bereits Cloud-Dienstleistungen externer ­Anbieter nutzen oder selbst in die benötigte Infrastruktur investieren, bestätigt Tanja Link, General Manager des VADs Acondistec: „Wir sehen verstärkt Anfragen großer internationaler Infrastruktur-Betreiber. Große Rechenzentrumsbetreiber gewinnen als Server-Kunden definitiv Gewicht. Auf der anderen Seite sehen wir auch von Unternehmen eine erhöhte Nachfrage nach Hybrid- beziehungsweise Private-Cloud-Technologien und -Lösungen.“

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