Ifo-Geschäftsklima: Stimmung in der deutschen Wirtschaft eingetrübt

Auch wenn sich der Ifo-Geschäftsklimaindex im September leicht rückläufig zeigt, bleibt die Konjukturlage in Deutschland ingesamt weiterhin stabil.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September nach einem deutlichen Anstieg im Vormonat wieder etwas eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima sei um 0,2 Punkte auf 103,7 Zähler gefallen, teilte das Forschungsinstitut am Montag in München mit. Analysten hatten zunächst mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Die befragten Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage minimal schlechter, die Erwartungen für das nächste halbe Jahr gingen leicht zurück.

»Die deutsche Wirtschaft zeigt sich stabil, auch wenn die Unsicherheit steigt«, kommentierte Ifo-Chef Clemens Fuest die Daten. Das Geschäftsklima bestätige die »robuste konjunkturelle Verfassung der deutschen Wirtschaft«, kommentierte der Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, Uwe Burkert. Trotz der Eskalationsspirale im Handelskonflikt zwischen den USA und China werde der Aufschwung nicht aus der Bahn geworfen.

Es bestehe die berechtigte Hoffnung, dass die zuletzt schwächeren Daten zum Auftragseingang und zur Industrieproduktion nur ein vorübergehender Dämpfer gewesen seien, sagte Burkert. Nach wie vor werde das Wachstumstempo durch eine robuste Binnenkonjunktur gestützt.

Das Ifo-Geschäftsklima basiert auf einer monatlichen Umfrage unter etwa 9.000 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Baugewerbes. Es gilt als das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft.