Zoho setzt bei Cloud-CRM-Lösung auf Partner in Deutschland: Customer Relationship Management für alle

Eine Alternative zu den CRM-Lösungen von SAP, Oracle und Salesforce.com will das US-Unternehmen Zoho mit CRM 2016 bieten. Die cloudbasierte Lösung wird über Rechenzentren in Europa angeboten. Um speziell den Markt in Deutschland besser bedienen zu können, baut das US-Unternehmen sein Netz von Vertriebs- und Systemhaus-Partnern aus.

Mit CRM 2016 spricht Zoho vor allem Unternehmen an, die eine preisgünstige, aber dennoch leistungsstarke Lösung für das Kundenbeziehungsmanagement aus der Cloud suchen.

In Deutschland hat sich das US-amerikanische Unternehmen Zoho bislang vor allem bei Netzwerkspezialisten einen Namen gemacht – durch den Unternehmensbereich Manage-Engine. Dieser bietet hierzulande über den Partner MicroNova Software speziell für das Netzwerk- und Systemmanagement an.

Nun will Zoho verstärkt Produkte in Europa vermarkten, die das kalifornische Softwarehaus unter eigenem Namen anbietet. „Wir haben eine Art Betriebssystem für Unternehmen entwickelt“, sagt Raj Sabhlok, Präsident von Zoho im Gespräch mit Ihr Systemhaus. „Es umfasst alle zentralen Anwendungen, von E-Mail über CRM-Software und eine Finanzverwaltung bis hin zu Programmen für den IT-Helpdesk und das Projekt-und Personalmanagement.“ Bereitgestellt werden diese Applikationen über Cloud-Rechenzentren. Zielgruppe sind in erster Linie kleinere und mittelständische Unternehmen, die sich keine kostspieligen Lösungen leisten können.

Mit CRM 2016 hat Zoho eine überarbeitete Ausgabe seiner CRM-Lösung (Customer Relationship Management) herausgebracht. Mit ihr können Unternehmen Kunden und Interessenten über unterschiedliche Kommunikationskanäle ansprechen: Telefon, E-Mail, Social-Media-Service und Live Chat. CRM 2016 soll laut Sabhlok die gesamte Interaktion mit Kunden übernehmen, und das auf unterschiedlichen Ebenen, etwa Marketing, Vertrieb und Support.

Spezieller E-Mail-Client für Vertriebsmitarbeiter

Eine Besonderheit der CRM-Software aus der Cloud ist der E-Mail-Client SalesInbox. Er arbeitet mit EMail-Plattformen wie Microsoft Exchange, GMail und Zohos hauseigenem E-Mail-System Zoho Mail zusammen. Mails wichtiger Kunden oder von Projekten, die vor dem Abschluss stehen, werden beispielsweise an prominenter Stelle in einer separaten Spaltenansicht aufgeführt. Mittels Drag and Drop kann der Nutzer außerdem Nachrichten mit Einträgen im CRM-System von Zoho kombinieren, etwa Daten und Auftragsinformationen von bestimmten Kunden. User müssen somit nicht gleichzeitig mit separaten Programmen herumhantieren, sprich einem E-Mail- und einem CRM-System.

Ein Bestandteil von Zoho CRM ist SalesInbox. Der E-mail-Client ermöglicht es Vertriebsfachleuten , die Kommunikation mit Kunden nach Prioritäten zu ordnen und mit dem CRM-System abzugleichen.

Rechenzentren in der EU

Um Systemhauspartnern, Resellern und Anwendern entgegenzukommen, stellt Zoho seine Cloud-Services neuerdings auch über zwei Rechenzentren in der Europäischen Union bereit: in Dublin (Irland) und Amsterdam (Niederlande). Diese Datacenter unterliegen somit den Datenschutzbestimmungen der EU. Dies ist vor allem beim Bearbeiten personenbezogener Daten wichtig.

Systemhaus-Partner gesucht

In Deutschland forciert Zoho derzeit die Suche nach Resellern und Systemhaus-Partnern. Zu Zohos zertifizierten Partnern in Deutschland zählt Natalie Söll Vertriebs- und Marketingservice. Das Unternehmen aus Marktredwitz in Oberfranken integriert unter anderem Zoho CRM mit der Warenwirtschaftslösung von SAP und der IP-Telefonanlage von Sipgate. Vergleichbare Optionen ergeben sich auch für andere IT-Fachhändler und Entwickler. Ihnen stehen auf der Zoho-Developer-Plattform Schnittstellen und Tools zur Verfügung, mit der sie Erweiterungen für Lösungen des US-Unternehmens entwickeln und eigene Software mit Produkten von Zoho kombinieren können.

Weitere Infos
www.zoho.com