Neue Anforderungen an die Netzwerkinfrastruktur: Fabric für das Datacenter der Zukunft

Der IT-Dienstleister Paragon Data stand vor der Herausforderung, sein Rechenzentrum zu modernisieren. Mit Unterstützung des Systemintegrators Controlware ersetzte er die vorhandene Top-of-Rack-Architektur durch eine flexible Brocade VCS-Fabric.

Die Anforderungen an die Switching-Architekturen von Unternehmen steigen rasant: Angesichts virtualisierter Server-Landschaften, anspruchsvoller Storage-Umgebungen und zunehmender Machine-to-Machine-Kommunikation nimmt der Ost/West-Traffic im Datacenter kontinuierlich zu. Traditionelle, für den Verkehr von Nord nach Süd optimierte 3-Tier-Architekturen stoßen mehr und mehr an ihre Grenzen – und werden immer öfter durch flexiblere Ethernet-Fabrics ersetzt.

Vor dieser Herausforderung stand auch Paragon Data. Für den IT-Dienstleister im Konzernverbund der DBH Buch Handels GmbH & Co. KG war es im vergangenen Jahr an der Zeit, seinen auf Cisco Catalyst Switches basierenden Backbone durch eine zukunftssichere Architektur abzulösen: „Unsere vorhandenen Router und Switches funktionierten zwar nach wie vor einwandfrei. Aber nach zehn Jahren im Dauerbetrieb hatten die Systeme schlichtweg den End-of-Lifecycle erreicht“, erklärt Alexander van de Poll, Bereichsleiter Systemtechnik und Rechenzentren bei Paragon Data. „Wir entschieden uns deshalb, unsere Switching-Infrastruktur auf einen neuen 40-GbE-Backbone mit einem Mix von Kupfer- und Glasfaser-Ports zu migrieren – und durch den Einsatz einer innovativen Fabric ein langfristig tragfähiges Fundament für künftige Entwicklungen zu schaffen.“

Effizienz steigern – Verbrauch senken

Angesichts der technologischen Tragweite des Projekts zog die Netzwerkabteilung von Paragon Data für den kritischen Core-Tausch die Experten von Controlware hinzu. Das Projektteam von Paragon Data und Controlware spezifizierte gemeinsam die Anforderungen an die neue Netzwerkinfrastruktur. Das vorrangige Projektziel bestand darin, durch den Einsatz leistungsfähiger Virtualisierungstechnologien das Potenzial der neuen Switches und Router optimal zu nutzen und die Infrastruktur flexibel zu erweitern. Die höhere Effizienz des Datacenters sollte zugleich den Energieverbrauch senken und einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Lösungsauswahl war die angestrebte nahtlose Integration der neuen Systeme in die bestehende Infrastruktur – etwa die Anbindung an die vorhandenen Firewalls.

„Basierend auf diesem Anforderungskatalog entwickelten wir gemeinsam mit Controlware eine detaillierte Auswahlmatrix mit sämtlichen Kriterien und entsprechender Gewichtung“, erklärt Jonas Teckentrup, Teilprojektleiter im Bereich Netzwerk und Sicherheit bei Paragon Data. „Über den Funktionsumfang und die Leistungsparameter hinaus haben wir darin eine Reihe weicher Faktoren berücksichtigt. Besonders interessant war für uns, mit welchen Herstellern unsere Kollegen bereits vertraut sind, die Verfügbarkeit von Fachkräften am Personalmarkt sowie der Ruf der Hersteller.“ Am Ende der Evaluierungsphase fiel die Entscheidung, den neuen Backbone auf Basis des Herstellers Brocade aufzusetzen. Dessen VDX-Systeme boten die gewünschte Stabilität, Redundanz, Ausfallsicherheit sowie Flexibilität und überzeugten durch nahezu uneingeschränkte Skalierbarkeit.

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