Editorial: Sicherheit für die digitale Welt

Gleichzeitig mit den rasant zunehmenden Datenmengen wachsen in Unternehmen auch die Gefahren. Mehr denn je ist ein langfristig geplante und konsequent umgesetzte Sicherheitsstrategie damit eine der Grundlagen für den Erfolg.

Ulrike Garlet, Redakteurin

Die Digitalisierung hat das Potenzial, den Wirtschaftsstandort Deutschland umzukrempeln. Dem endgültigen Durchbruch des digitalen Unternehmens stehen bislang allerdings oft Sicherheitsbedenken im Weg. Nicht ganz zu Unrecht, denn vernetzte Geräte vom Smartphone bis zur Fertigungsstraße werden regelmäßig von Cyberkriminellen angegriffen. Schätzungen zufolge sind bis heute mehr als 20 Millionen schädliche Programme entwickelt worden. Cyber-Kriminalität bedroht längst den Fortbestand ganzer Unternehmen: Schadprogramme spähen Passwörter und Bankverbindungen aus, Ransomware verschlüsselt wichtige Dateien und gibt sie erst gegen Lösegeldzahlungen wieder frei, selbst Kernreaktoren wurden bereits lahmgelegt. Jedes dritte Unternehmen in Großbritannien hat bereits ein Bitcoin-Konto eingerichtet, um Lösegeld für verschlüsselte Computer zahlen zu können, so eine Untersuchung des Virtualisierungsspezialisten Citrix.

Unternehmen wird mehr und mehr bewusst, welchen Risiken ihre geschäftskritischen Daten ausgesetzt sind. Das sorgt für Hochkonjunktur rund um das Thema IT-Sicherheit. Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen wollen in diesem Jahr mehr in ihre IT-Security investieren als im Vorjahr.
Was Digitalisierung im Alltag deutscher Unternehmen bedeutet, zeigen wir Ihnen in dieser Ausgabe anhand mehrerer Praxisbeispiele. Da geht es etwa darum, wie der Herrenausstatter Olymp die Anbindung seiner Stores an ein zentrales Warenwirtschaftssystem mit einem zeitgemäßen Sicherheitskonzept in Einklang bringt (Ihr Systemhaus-Artikel Sicherer Datenzugriff für alle Filialen). Oder darum wie die Volksbank Freiburg ein neues Druckkonzept aufsetzt, das die Vertraulichkeit der gedruckten Daten gewährleistet – und gleichzeitig die Druckkosten um 20 Prozent senkt (Ihr Systemhaus-Artikel Volksbank Freiburg digitalisiert Geschäftsprozesse). Oder wie das Planungsbüro Lange Puche mit einer File Sharing- und Verschlüsselungslösung den sicheren Austausch von Dateien mit Auftraggebern und Behörden meistert (Ihr Systemhaus-Artikel Planungsbüro geht auf Nummer sicher).
Anhand der Beispiele wird schnell klar: IT-Sicherheit erfordert mehr als eine Firewall oder eine simple Antivieren-Lösung. So zeigen wir Ihnen wie Sie mit einem funktionierenden Software Asset Management die Risiken einer Unterlizensierung umgehen und gleichzeitig den Bestand ungenutzter Lizenzen gering halten um unnötige Kosten zu vermeiden. In der Kategorie Tipps und Tricks verraten wir Ihnen wieder ausgewählte Kniffe für eine kluge IT-Nutzung.

Mit den besten Grüßen,

Ulrike Garlet