Hyperkonvergenz mit Simplivity: Mini-Rechenzentren in einer Box

Hyperkonvergente Systeme sind eine gute Wahl für Unternehmen, die statt einzelner IT-Komponenten eine zentrale Appliance einsetzen möchten. Zu den Anbietern solcher „Mini-Rechenzentren in einer Box“ zählt Simplivity. Doch die OmniCube-Systeme des Anbieters sehen sich wachsender Konkurrenz ausgesetzt.

Hyperkonvergente Systeme wie OmniCube kombinieren Server, Speichersysteme, Netzwerkkomponenten und einen Hypervisor in einer Appliance.

Hyperkonvergente Systeme, wie die der Reihe OmniCube von Simplivity, liegen derzeit im Trend. Der Grund ist, dass solche Appliances dank Virtualisierung mehrere IT-Systeme in einer Appliance zusammenfassen: Server- und Storage-Systeme, außerdem Netzwerkkomponenten und ein zentrales Management. Somit ist es nicht mehr erforderlich, Systeme unterschiedlicher Anbieter im Server-Raum oder Datacenter vorzuhalten. Ein typisches Einsatzgebiet solcher Komplettsysteme sind Niederlassungen von Unternehmen. Dort lässt sich in Form eines hyperkonvergenten Systems mit überschaubarem Aufwand eine IT-Umgebung einrichten.

Die Basis der OmniCube-Systeme von Simplivity ist die Daten-Virtualisierungsplattform OmniStack. Die neue Version 3.5 unterstützt neben der Virtualisierungssoftware von VMware nun auch Microsofts Hypervisor Hyper-V. OmniStack 3.5 für Hyper-V soll zusammen mit Windows Server 2016 im Sommer dieses Jahres auf den Markt kommen. Ein Vorteil der neuen Omni-Stack-Ausgabe ist, dass auch IT-Umgebungen unterstützt werden, in denen sowohl die Virtualisierungssoftware von Microsoft als auch die von VMware eingesetzt wird. Systemhäuser können somit ihren Kunden mit OmniCube beziehungsweise OmniStack Lösungen anbieten, die ihnen die Wahl zwischen den beiden führenden Virtualisierungs-Stacks lässt. Wahlfreiheit bietet Simplivity auch in Bezug auf die Hardware-Plattform: OmniStack steht zusätzlich auf x86-Servern von Cisco (UCS C240 M4) und Lenovo (System x3650 M5) zur Verfügung.

Alternativen von HPE und Cisco

Allerdings haben Systemhäuser derzeit die Qual der Wahl, was Hyperconverged-Plattformen betrifft. Neben Newcomern wie Nutanix und Simplivity mischen auch etablierte IT-Unternehmen in diesem Geschäft mit. So kündigte Hewlett Packard Enterprise (HPE) beispielsweise im März mit HPE Hyper Converged 380 ein System für kleinere und mittelständische Unternehmen an. In der Grundkonfiguration basiert die HC-380-Appliance auf Servern der Reihe HPE ProLiant DL380. Sie sind mit Dual-Xeon-CPUs der Reihe E5 ausgestattet und verfügen über bis zu 1,5 TByte RAM. Die Systeme werden vorkonfiguriert aufgeliefert, sodass die Inbetriebnahme relativ einfach durchzuführen ist.
Cisco wiederum stellte Anfang März die hyperkonvergenten Systeme der Reihe HyperFlex vor und agiert damit als Mitbewerber von Simplivity. HyperFlex ist als Appliance HX220C mit einer Höheneinheit (1 HE) und dem System HX240C mit 2 HE verfügbar. Ebenso wie bei Systemen von Simplivity und HPE lassen sich Storage- und Server-Kapazitäten erweitern und in Clustern anordnen. Derzeit unterstützt HyperFlex die Virtualisierungssoftware von VMware. Hyper-V dürfte in Kürze folgen.

Weitere Infos: www.simplivity.com/de