Telefónica und Software AG realisieren M2M-Projekt: Unterbrechungsfreier Fahrspaß

Ohne Strom fließen Tränen und kein Umsatz. Dieses Problem hat Kinderplanet mit Hilfe automatischer Betriebskontrolle seiner Spielgeräte gelöst. In Zukunft könnten zudem Daten über die Nutzungsgewohnheiten wertvolle Erkenntnisse liefern.

(Foto: Ihr Systemhaus)

Fliegender Teppich, reitender Schuh oder Spezialanfertigungen wie der Salamander-Lurchi: Kinderherzen schlagen höher, wenn die Kleinen auf solchen Fahrgeräten sitzen und Eltern fleißig Geld oder Chips in die Automaten werfen. Mehr als 100 Modelle führt der Automatenhersteller Kinderplanet im Sortiment, über 1.000 Geräte stehen bundesweit in Einkaufscentern oder bei Einzelhändlern und sorgen täglich für Fahrspaß. Weniger erfreulich ist dagegen, wenn die Geräte defekt sind oder es wird schlicht vergessen, sie morgens ans Stromnetz anzuschließen. Das komme gar nicht so selten vor, sagt Nils Miksch, von Kinderplanet. „Das bedeutet Umsatzausfall“, ärgert sich der Geschäftsführer. Mit diesem Umstand wollte sich der Unternehmer indes nicht zufrieden geben. Dass Automaten heute per Ferndiagnose ihren Betriebszustand melden können, war Miksch längst bekannt. Ein zunächst ins Auge gefasstes eigenes System, das in die Geräte integriert werden sollte und Daten per GSM-Modul, also Mobilfunk, überträgt, sollte Abhilfe schaffen. Doch die Automatenexperten stießen schnell an ihre Grenzen. „Es gab noch keine Standards. Wir mussten feststellen, dass der Aufwand einer eigenen Lösung für uns zu groß war.“

Aufgeben kam für Miksch aber nicht in Frage, schließlich war seine Motivation hoch, Ausfallzeiten und damit verpasste Erlöse nicht zu akzeptieren, nur weil die Automaten ohne Strom blieben. Außerdem sollen die Spielgeräte Eltern immer wieder zu Besuchen solcher Geschäfte animieren, die Kindern Fahrspaß versprechen.

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