Interview mit Alexander J. Pantos von Parallels: „Virtualisierung schreckt Nutzer ab“

Anwendungen unabhängig von der eingesetzten Plattform nutzbar zu machen, hat sich das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen Parallels zur Aufgabe gemacht. ISH sprach mit Alexander J. Pantos, Senior Global Marketing Manager bei Parallels über die Chancen und Vorteile von Virtualisierungslösungen.

„Systemhäuser leben eben nicht vom Verkauf der Hardware, sondern von der Dienstleistung.“ Alexander J. Pantos, Senior Global Marketing Manager
(Foto: Parallels)

Ob Windows, Mac, iOS, Android oder die Cloud, die Lösungen des Herstellers Parallels erlauben es Anwendern, genau die gewünschte Technologie einzusetzen, die sie nutzen wollen – ohne dabei auf wichtige Anwendungen verzichten zu müssen. Das beliebteste Produkt des Unternehmens ist „Parallels Desktop“, das von über fünf Millionen Anwendern verwendet wird. Die Virtualisierungslösung kommt vorwiegend zum Einsatz, wenn in klassischen Windows-Umgebungen auch Macs verwendet werden sollen.

Ish: Virtualisierung ist sicherlich eines der Trendthemen der letzten Jahre. Woran liegt das?

Pantos: Allgemein erfreut sich das Thema Virtualisierung nun schon etwas länger einer steigenden Beliebtheit. Wichtig ist hier meines Erachtens aber auch zwischen den beiden großen Bereichen Rechenzentren oder Server- und Desktop-Virtualisierung zu unterscheiden. Parallels hat sich seit der namentlichen und produkttechnischen Umfirmierung in Odin dieses Jahr unter anderem auf den Bereich Desktop-Virtualisierung spezialisiert, mit Fokus auf die Mac-Plattform. Für diesen speziellen Bereich ist die Beliebtheit und das Wachstum wiederum sehr leicht zu erklären, da das Marktsegment Mac seit Jahren stetig wächst - auch gegen den eigentlichen Markttrend, da der PC Markt wiederum als Ganzes eher schrumpft. Viele Kunden die von Mac auf PC wechseln, oder hin und her „switchen“, benötigen auch weiterhin Zugriff auf Windows-basierte Software oder Services. Hier kommt Parallels mit seiner Desktop-Lösung ins Spiel.

Ish: Was macht Virtualisierung so interessant für Systemhäuser und ihre Kunden? Wo liegen die Vorteile?

Pantos: Die Systemhäuser leben eben gerade nicht vom Verkauf der Hardware, zumal hier der Preisdruck seitens der Kunden gefühlt stetig zunimmt, sondern von der Dienstleistung. Egal ob für Server oder Desktop: Systeme, die technisch auf Virtualisierung basieren eignen sich hervorragend für Service-Dienstleistungen, und dies ist nun einmal das Kerngeschäft der Systemhäuser, neben verschiedenen anderen Angeboten. Für den Bereich Mac speziell liegt das zusätzlich auch daran, dass viele Unternehmen kein zusätzliches Mac-Know-how beziehungsweise IT-Struktur aufbauen können oder wollen und diese Aufgabe entsprechend dankbar an externe Dienstleister weiterreichen. Hier kommt dann wiederum eine Stärke der Parallels Desktop-Lösung zum Tragen: Bestehende Windows Installations-Images beziehungsweise -Standards können entsprechend eins zu eins auf die Macs übertragen werden und bei Bedarf sogar mit den Mac-Diensten integral verbunden werden.

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