Komplexe Simulationen in Bestzeit: Performance-Schub für Designzentrum

Bei der Automobilentwicklung muss alles schnell und präzise funktionieren. Das deutsche Entwicklungszentrums des Automobilherstellers Hyundai setzte deshalb auf einen Performanceschub bei der im Designzentrum eingesetzten Anwendungssoftware Autodesk VRED Ray Tracing.

(Foto: Hyundai)

Der Automobilhersteller Hyundai Motor Company wurde 1967 gegründet und gehört heute zu den größten Automobilherstellern weltweit. Hyundai investiert stark in alternative und umweltfreundliche Konzepte für Autos. Insgesamt verfügt der koreanische Autobauer über fünf Designzentren weltweit, die in Konkurrenz zueinander stehen. Dieser Wettbewerb soll dazu beitragen, die kreativen Potenziale in Design und Entwicklung voll zu erschließen. Eine Änderung der Infrastruktur sollte das deutsche Designzentrum von Hyundai stärken. Eine schnelle Anpassung des Designs von Karosserie und Interieur der einzelnen Fahrzeugmodelle ist für große Automobilunternehmen wie Hyundai sehr wichtig. Autodesk VRED ist eine unterstützende Anwendungssoftware zur Bearbeitung und Beurteilung von Änderungen bei der digitalen Visualisierung. Zur Beschleunigung und Optimierung der visuellen Darstellung suchte das deutsche Design Center nach einer Unterstützung der bestehenden Infrastruktur. Die Entscheidung fiel auf ein HPC Cluster, das die Rechenzeit für Visualisierungen deutlich reduzieren sollte. Um das Projekt zu realisieren, arbeiteten Fujitsu Systems Europe, die Fujitsu-Tochter ict GmbH sowie der Fujitsu Select Expert HPC Partner CSW und ein Team des Softwareanbieters Autodesk zusammen.

Zum Hintergrund: Die Visualisierung, unter anderem per Ray Tracing, ist ein in der Automobilindustrie populäres Verfahren, um neue Modelle und Modellvarianten zu beurteilen und Kunden vorstellen zu können. Dabei werden der Lichteinfall sowie mögliche Spiegelungen auf die Karosserie neuer Automodelle, aber auch im Innenraum und auf einzelne Bauteile präzise und realistisch am Computerbildschirm dargestellt. Die deutsche Designabteilung von Hyundai hat zur Berechnung bislang Workstations eingesetzt, die aber den gewachsenen Ansprüchen nicht mehr genügten. 24 Prozessoren standen auf den Workstations zur Verfügung. „Es war klar, dass diese Lösung ausgereizt ist“, so Marc Hoffmann vom Projektpartner CSW. Der Zeitaufwand für die Berechnung war enorm: „Wir haben früher für ein Bild in A2-Größe bei einer Auflösung von 300 dpi 38 Minuten Rechenzeit gebraucht“, sagt Matthias Uhlig, Section Manager CAS bei Hyundai. Das musste unbedingt schneller werden.

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