Editorial: Moore und die Formel für unternehmerischen Erfolg

Vor 50 Jahren stellte Gordon Moore, 1965 Entwicklungs-Chef beim Chiphersteller Fairchild, das später nach ihm benannte legendäre „Mooresche Gesetz“ auf. Der Physiker und Chemiker Moore, einer der drei Gründer von Intel, bleibt untrennbar mit dem Siegeszug des PCs verbunden. Ohne ihn wäre wohl auch die rasante Leistungssteigerung mobil vernetzter Kleinstcomputer nicht denkbar. Viele sprechen von einer digitalen Revolution, die unsere Wirtschaft nachhaltig verändert. Und das sicher zu Recht.

Martin Fryba, Chefredakteur
(Foto: CRN)

Vor 50 Jahren stellte Gordon Moore, 1965 Entwicklungs-Chef beim Chiphersteller Fairchild, das später nach ihm benannte legendäre „Mooresche Gesetz“ auf. Die Faustregel besagt, dass sich alle zwei Jahre die Anzahl der Transistoren auf einem Computer-Chip verdoppeln würde, während die Kosten für den Chip gleich bleiben würden. Auch wenn Experten für 2020 oder wenige Jahre später wegen physikalischer und ökonomischer Grenzen das Ende dieses „Grund-gesetzes“ vorhersagen: Der Physiker und Chemiker Moore, einer der drei Gründer von Intel, bleibt untrennbar mit dem Siegeszug des PCs verbunden. Ohne ihn wäre wohl auch die rasante Leistungssteigerung mobil vernetzter Kleinstcomputer nicht denkbar. Viele sprechen von einer digitalen Revolution, die unsere Wirtschaft nachhaltig verändert. Und das sicher zu Recht.

Anwenderunternehmen haben sich in den 90er Jahren und darüber hinaus immer gefragt, ob sie denn schon wieder in neue Hard- und Software investieren müssen, nur weil eine neue Generation von Chips Geräte und Anwendungen schneller macht, während die Arbeitsprozesse weitgehend unverändert blieben. Heute allerdings ist die ITK-Branche soweit, dass sie die Technologie-Denke mit ganz konkretem Nutzen für den Anwender verbindet. Jede Investition in eine Lösung, die wir Ihnen in dieser neuen Ausgabe von „Ihr Systemhaus“ vorstellen, zahlt sich für die Unternehmen aus, die sie eingeführt haben.

Design-Entwicklung und das Marketing von Hyundai werden dank eines HPC-Clusters beschleunigt (CRN-Artikel „Performance-Schub für Designzentrum“), ein diakonischer Träger senkt seine Druckkosten um rund ein Drittel (CRN-Artikel „Prozessoptimierung aus eigener Hand“), beim Maschinenbauer L’Orange analysieren Qualitätssicherung und Geschäftsleitung mit einem effizienten BI-Tool wesentlich schneller wichtige Daten (CRN-Artikel „Effizienzschub für Maschinenbauer“) und selbst ein kleiner mittelständischer Handwerksbetrieb kann seine Außendienstmonteure rascher und effizienter disponieren und seinen Kundenservice verbessern. Das sind harte Fakten, die eines zeigen: Vernetzte Informationstechnologie ist kein Selbstzweck, sondern ein unverzichtbarer Baustein einer effizienten Betriebsführung. So gesehen, ist das Moorsche Gesetz im Zeitalter der digitalen Revolution – endlich – auch eine Formel für unternehmerischen Erfolg.

Mit besten Grüßen,

Martin Fryba