Konstruktives Sparen

Die IT-Kosten müssen runter, fordern Controller und das Top-Management, denn die Finanzkrise geht auch an der IT nicht spurlos vorbei. Ein Benchmark-Projekt zeigt Verantwortlichen, an welcher Stelle Einschnitte gefährlich sind und wo sich das Sparen wirklich lohnt.

Kaum eine Woche vergeht, in der nicht Marktforscher und Analysten ihre Prognosen des Vorquartals kassieren und die Wirtschaftskrise anfeuern. Hier stürzt der Server-Markt »ins Bodenlose«, dort befindet sich der Halbleitermarkt »im freien Fall«. Und auch die IT-Dienstleistungen – lange Zeit als Fels in der konjunkturellen Brandung starkgeschrieben – offenbaren zunehmend eine poröse Struktur. »Die Unternehmen sind derzeit dabei, ihre strategischen Prioritäten neu zu ordnen«, heißt es dazu etwa bei den Marktforschern von IDC. Fakt ist, dass Anwenderunternehmen sparen müssen, wenn Umsätze und Profite schrumpfen. Auch ist es nur billig, die IT an den Kostensenkungsmaßnahmen zu beteiligen. Nur: Wo lässt sich konstruktiv sparen, ohne den laufenden Betrieb und die Aufbauleistung der vergangenen Jahre zu gefährden? Wer mit der Sense durch die IT-Kostenstrukturen geht, kann vielleicht kurzfristig dem Management gefallen und seinen Job retten. Wer jedoch aus einer soliden Position heraus die IT zur Ader lässt, um pauschal ein paar Prozente aus dem Budget zu quetschen, begeht zwei Fehler, die sich mittelfristig rächen: Probleme werden dadurch weder erkannt noch gelöst, und Werte der IT werden leichtfertig in Gefahr gebracht. Im schlimmsten Fall hat das Unternehmen nach einer überstandenen Krise nicht nur die altbekannten Sorgen, sondern überdies ein paar zusätzliche Probleme am Hals.