Managed IT-Services: Flexibler IT-Bezug als Dienstleistung

Immer mehr Firmen legen Teile ihrer IT in die Hände professioneller Dienstleister. Diese Sourcing- Strategie verhindert Kapitalbindung, senkt IT-Betriebskosten und – wohl der größte Vorteil – steigert die Produktivität der Mitarbeiter, die auf eine moderne, flexible IT zurückgreifen können.

(Foto: Cancom)

Der Chirurg Jacques Marescaux entfernt in einem New Yorker Krankenhaus eine Gallenblase. Routine, könnte man meinen. Doch weit gefehlt. Der medizinisch unkomplizierte Eingriff ist technisch gesehen eine spektakuläre Weltpremiere, denn die Patientin liegt in einer Straßburger Klinik und wird von einem Roboter operiert, den der Arzt im 15.000 Kilometer entfernten New York steuert. 7. September 2001: Die erste transatlantische Operation war geglückt, ein neues Kapitel in der Telemedizin aufgeschlagen.
Eine solche räumliche Trennung zwischen Fachmann und seinem „Objekt“ ist in der IT-Branche heute gang und gäbe. Der Fernzugriff auf Systeme wie Server oder Firmennetzwerke gehört zu einem modernen Remote-Wartungskonzept. Die wohl bekannteste Software, die auch von Privatanwendern eifrig genutzt wird, ist Teamviewer. Seit 2005 kann dieses Produkt auf mehr als 200 Millionen Installationen verweisen. Teamviewer, im schwäbischen Göppingen ansässig, gehört nicht zufällig zur GFI Software. Mit Produkten wie GFI Max oder ähnlicher Software von Autotask, Kaseya, Paessler oder zahlreicher anderer Hersteller administrieren Systemhäuser die IT ihrer Kunden. Anders als bei der Telemedizin geht es hier um Fehlererkennung oder Prävention, wenn beispielsweise Lüfter oder Festplatten kaputtzugehen drohen. Roboter, die defekte Teile am Server austauschen, gibt es noch nicht. Das ist immer noch Sache des Technikers vor Ort, der aber kann dank Monitoring-Software vorausschauend einen Leistungsabfall diagnostizieren und Komponenten tauschen, bevor es zu einem Ausfall des Systems kommt.
Mit solchen Fernüberwachungslösungen im professionellen Umfeld werden aus Systemhäusern Managed Service Provider. Der Einsatz von Remote Monitoring und Management Software ist für MSPs nicht nur unverzichtbar. Die Lösungen haben zahlreiche Service-Modelle erst möglich gemacht und kleineren Systemhäusern den Weg geebnet, sich zu IT-Dienstleistern zu entwickeln und standardisierte Services automatisiert und damit hoch effizient ihren Anwenderkunden zur Verfügung zu stellen.

Übersicht