Google ändert Namensgebung: Android verliert seine süße Note

Mit der in den nächsten Tagen anstehenden Android-Version verabschiedet sich Google vom bisher bekannten Benennungsschema nach Süßigkeiten. So sollen die Nutzer künftig leichter den Überblick behalten können, wie aktuell ihr Betriebssystem ist.

Nach über 10 Jahren gibt Google jetzt die Benennung seiner Android-Versionen nach Süßigkeiten und Nachspeisen in alphabetischer Reihenfolge auf. Das hat das Unternehmen offiziell in einem Blogeintrag angekündigt. Damit endet nun also endgültig das Rätselraten im Vorfeld neuer Versionen, welche Leckerei wohl diesmal zum Zuge kommen wird. Die in den nächsten Tagen erscheinende Version wird somit nicht mehr Android »Q«, sondern einfach nur Android 10 heißen. Wie Google erklärt, soll es dieser Schritt den inzwischen rund 2,5 Milliarden Nutzern leichter machen nachzuvollziehen, wie aktuell die auf ihren oder neu anzuschaffenden Geräten installierte Version des mobilen Betriebssystems ist. Damit einhergehend wurden außerdem das Logo und der Schriftzug leicht überarbeitet.

Zur weiteren Erklärung führt Google aus, man habe immer wieder festgestellt, dass das bisherige Namensschema nicht für jeden Nutzer selbsterklärend sei und die Verwirrung um die sowieso schon vielen im Markt befindlichen Versionen weiter gesteigert habe. Darüber hinaus habe es auch Probleme in verschiedenen Sprachen und Dialekten gegeben. So seien etwa in einigen Ländern die Anfangsbuchstaben L und R akustisch nur schwer zu unterscheiden, wodurch sich weitere Verwirrung ergeben habe. Die Vermutung einiger Nutzer aus dem Netz, dass Google auch selbst zunehmende Schwierigkeiten gehabt habe, passende Süßspeisen mit den entsprechenden Anfangsbuchstaben zu finden, weist das Unternehmen von sich. Auch wenn selbst die meisten kreativen Köpfe im Netz hiermit ziemlich überfordert waren, hätte man angeblich auch für die neue Version genügend Vorschläge in petto gehabt.

Begonnen hatte der süße Reigen im Frühjahr 2009 mit Android »Cupcake« (1.5), noch im gleichen Jahr waren »Donut« (1.6) und » Éclair« (2.0) gefolgt. Erst seit dem 2014 vorgestellten »Lollipop« bekamen nur noch komplett neue Releases eigene Namen. Oft, aber nicht immer haben die gewählten Namen für Begeisterung gesorgt, etwa als die Version 4.4 2013 mit »Kitkat« erstmals einen Markennamen statt einer generellen Bezeichnung bekam.