Chancen der Künstlichen Intelligenz nutzen: Merkel fordert umlernen bei KI

Beim Thema Künstliche Intelligenz hinkt Deutschland hinter Staaten wie den USA, Kanada oder China hinterher. Die Wirtschaft verlangt mehr Ehrgeiz. Die Regierung verspricht, aufholen zu wollen.

(Foto: Tatiana Shepeleva - Fotolia)

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Gesellschaft und Wirtschaft aufgerufen, sich auf die neuen Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) einzulassen. »Wir alle müssen umlernen, egal ob in der Unternehmensführung, in der Politik oder aber die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer«, sagte Merkel am Montag im brandenburgischen Meseberg vor einem Treffen mit den Sozialpartnern. Nur dann könnten die Menschen die Chancen wahrnehmen, die sich aus diesen dramatischen Veränderungen ergäben. Die Wirtschaft hielt der Politik vor, beim Thema Künstliche Intelligenz zu wenig ehrgeizig zu sein.

Merkel und Mitglieder ihres Kabinetts kamen am Nachmittag mit den Spitzen von Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden zu ihrem regelmäßigen Meinungsaustausch zusammengekommen. Offizielle Themen des Treffens im Gästehaus der Bundesregierung gut 60 Kilometer nördlich von Berlin sind dieses Mal die künstliche Intelligenz und die Auswirkungen auf Unternehmens- und Arbeitsprozesse.

In den zehn Jahren seit dem ersten Treffen dieser Art habe sich die Arbeits- und Produktionswelt verändert, sagte Merkel. Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, man müsse die Möglichkeiten der KI nutzen, aber Nachteile vermeiden, gerade für Arbeitsplätze. Mit der kürzlich beendeten Versteigerung der Mobilfunklizenzen könne nun eine gute Infrastruktur ausgebaut werden. Ziel der KI-Strategie der Bundesregierung ist es, »KI made in Germany« zu einem internationalen Gütezeichen zu machen.

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