Microsoft ruft zur Patch-Installation auf: BSI erwartet Angriffe auf kritische Windows-Lücke

Nachdem Microsoft Informationen zu einer schweren Sicherheitslücke veröffentlicht hat, sollten Privatnutzer und Unternehmen dringend überprüfen, ob die entsprechenden Patches bereits auf ihren Clients und insbesondere Servern installiert wurden.

Hilfestellung für strategische Sicherheit

Das BSI nimmt den aktuellen Fall gleichzeitig zum Anlass, erneut auf die allgemein wachsende Problemsituation im Bereich ITK-Sicherheit hinzuweisen. »Das BSI stellt derzeit eine Vielzahl an kritischen Schwachstellen fest, nicht zuletzt in aktueller Chip-Hardware (siehe auch: Drei neue Schwachstellen gefährden Intel-CPUs)«, so Schönbohm. Mit der wachsenden Digitalisierung und Vernetzung potenzieren sich die Gefahren aus Schwachstellen in Hard- und Software, egal ob diese bereits ab Werk vorhanden sind oder durch falsche Einstellungen und unvorsichtiges Verhalten der Nutzer entstehen. »Es zeigt sich erneut, wie wichtig Software-Qualität ist und welche Bedeutung security-by-design und security-by-default einnehmen müssen«, mahnt Schönbohm in Richtung der Hersteller.

Aber auch die Anwender, insbesondere Unternehmen, dürfen Security nicht länger bloß als nervige Zusatzaufgabe abtun und darauf hoffen, mit Insellösungen aus der Vergangenheit auch in Zukunft von größerem Unbill verschont zu bleiben. Sondern gerade sie brauchen tragfähige und umfassende Sicherheitsstrategien, die regelmäßig überprüft und angepasst werden. »Durch die zunehmende Digitalisierung wird sich unsere Welt immer stärker vernetzen und damit werden auch die digitalen Abhängigkeiten zunehmen. Umso wichtiger ist es, IT-Sicherheit strukturell in Unternehmen und Organisationen umzusetzen«, fasst Schönbohm zusammen und bietet Unternehmen und Organisationen jeder Größe an, sich dabei auch Hilfe von der Allianz für Cyber-Sicherheit des BSI zu holen.

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