Schwache Quartalszahlen bei Big Blue: IBM tut sich mit der Cloud schwer

Das erste Quartal 2019 hat IBM mit Umsatzrückgang von 4,7 Prozent abgeschlossen. Auch der Gewinn schrumpfte. Unter anderem machte dem Hersteller der starke Dollar zu schaffen, aber auch einige neue Geschäftsfelder entwickeln sich noch nicht so wie erwünscht.

IBM-Firmenzentrale in Armonk, New York
(Foto: IBM)

Mit einem Umsatzrückgang von 4,7 Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar ist IBM ins Jahr 2019 gestartet. Teilweise ist dafür auch der starke Dollar verantwortlich, da der Hersteller mehr als die Hälfte seiner Einnahmen außerhalb der USA erzielt. Währungsbereinigt hätte das Minus nur ein Prozent betragen.

An vielen Stellen läuft es allerdings noch nicht so wie erhofft, musste doch auch die Sparte »Cloud & Cognitive Software« Einbußen von 2 Prozent hinnehmen und erreichte einen Umsatz von 5 Milliarden Dollar. Während das Cognitive-Business, in dem IBM seine KI-Lösungen rund um »Watson« versammelt hat, um 2 Prozent wuchs, sanken die Umsätze mit Cloud- und Datenplattformen um 2 Prozent. Dennoch sprach IBM-Chefin Ginni Rometty von einem beschleunigten Wachstum im Cloud-Geschäft – wohl auch, weil die beiden Service-Sparten mit Diensten rund um die Cloud gute Ergebnisse erzielen. Der Software-Bereich selbst dürfte indes durch die Übernahme von Red Hat nun neuen Schwung erhalten, das zuletzt Rekordzahlen vorlegte.

Mit 4,1 Milliarden Dollar blieb der Umsatz der IBM-Sparte »Global Business Services« stabil, während der Geschäftsbereich »Global Technology Services« um 7 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar einbrach. Noch schlechter lief es nur im Hardware-Geschäft: Die »Systems«-Sparte, in der sich Server, Großrechner und Betriebssysteme finden, erreichte noch 1,3 Milliarden Dollar – ein Minus von 11 Prozent. Die »Power«-Systeme entwickelten sich IBM zufolge gut, schwach liefen dagegen die »IBM Z«-Produkte und Storage-Systeme.

Die Zahlen würden die grundlegenden Änderungen wiederspiegeln, die man am Geschäft vorgenommen habe, betonte Finanzchef James Kavanaugh. Im ersten Quartal seien die Margen, insbesondere im Service-Bereich, deutlich besser geworden; der Fokus liege nun weiter darauf, in wachstumsstarke Segmente zu investieren.