Mehr Wachstum durch neues Lizenzmodell: Igel entkoppelt Hardware und Software

2018 feierte Igel das bislang erfolgreichste Jahr seiner Firmengeschichte. Der Endpoint-Management-Spezialist will in den kommenden Jahren sogar noch stärker wachsen und hat dafür sein Lizenzmodell angepasst.

Hardware, Software, Maintenance

Patrizia Fioretti, Channel Sales Director bei Igel Deutschland, erläutert das neue Lizenzmodell
(Foto: Igel)

Diese Rekorde belegt auch augenfällig, dass Igel mit seiner Neupositionierung auf dem richtigen Weg ist. Der Hersteller setzt seit einigen Jahren konsequent den Fokus auf seine Software-Lösungen (CRN berichtete) und legte damit auch den Grundstein für den jetzigen Erfolg im US-Markt.

Auf der Disrupt kündigte Igel jetzt den nächsten Schritt auf diesem Weg an: Der Hersteller entkoppelt auch bei seinem Lizenzmodell die Hardware von der Software und führt flexible Software-Lizenzierungsoptionen ein.

»Bisher basierte das Lizenzmodell auf einem Igel-Gerät mit einer Lizenz für Igel OS und die Universal Management Suite (UMS)«, berichtete Patrizia Fioretti, Channel Sales Director bei Igel, im Gespräch mit CRN auf der Disrupt. Ab jetzt seien die Produkte einzeln erhältlich: »Der Kunde erwirbt ein leeres Chassis und extra dazu Kauflizenzen für das Betriebssystem Igel OS und die darauf aufsetzende, brandneue Workspace Edition.« Ebenfalls als Kauflizenz kann er dazu ein Maintenance-Paket über ein, drei oder fünf Jahre erwerben, das zum Fixpreis Service, Support und Updates auf die Software garantiert.

Aufbauend darauf können Kunden eine Enterprise-Edition auf Subscriptions-Basis beziehen. Das Abomodell stellt über ein, drei oder fünf Jahre weitere Vorteile wie das »Igel Cloud Gateway« oder den »Asset Inventory Tracker« (AIT) zur Geräteverwaltung zur Verfügung.

»Wir haben versucht, Mehrwerte einzubauen«, so Fioretti – und zwar sowohl für die Kunden als auch für die Partner. Hardware trug bis jetzt 80 Prozent zum Umsatz bei, weil Igel die Produkte nicht getrennt verkaufte. Das Alleinstellungsmerkmal sei jedoch schon immer die Software gewesen, bestätigt Fioretti. Die meisten Projekte würden über die Software gewonnen und nicht über die im Prinzip austauschbare Hardware. Deshalb sei es nur konsequent, Igel künftig als Software-Anbieter zu positionieren. Künftig gibt es deshalb auch drei Umsatzanteile bei Igel: Hardware, Software und Maintenance. Dazu kommen noch die neuen subscriptions-basierten Services der Enterprise Edition. Und letztere zeigen, wo die Reise hingehen soll.