Testbetrieb für autonome Taxidrohne: Google-Gründer startet Flugtaxis

Das von Google-Gründer Larry Page und dem deutschen Robotik-Experten Sebastian Thrun geführte Unternehmen Kitty Hawk hat in Neuseeland seine erste autonome Taxidrohne »Cora« vorgestellt und nimmt damit nun direkt den Testbetrieb auf.

Die Cora-Flugtaxis starten in den Testbetrieb in Neuseeland
(Foto: Kitty Hawk)

Während Deutschland noch herzlich über die hochfliegenden Pläne der neuen Digital-Staatsministerin Dorothee Bär lacht, die lieber von Flugtaxis träumen als den vermurksten Breitbandausbau anschieben will, ist ihre Vision andernorts schon auf bestem Wege, Realität zu werden. Gerade erst hat etwa das Unternehmen Kitty Hawk nach acht jahren Entwicklungsarbeit offiziell sein erstes autonomes Flugtaxi enthüllt, das ab sofort im Testbetrieb über der Stadt Christchurch in Neuseeland schwirrt. Bei dem Fluggerät namens »Cora« handelt es sich um eine Art Ultraleichtflugzeug, das zwei Passagiere bis zu 100 Kilometer weit transportieren kann (siehe Video auf Seite 2).

Dank seinen zwölf Rotoren kann das Flugtaxi senkrecht starten und somit auch außerhalb von Flugplätzen – etwa auf Helikopterlandeplätzen, Parkplätzen, Wiesen oder auf Hochhausdächern – abfliegen und landen. Für den Vortrieb in der Luft sorgt dann ein Propeller, der es auf bis zu 180 km/h beschleunigt. Die übliche Flughöhe liegt laut Hersteller zwischen 150 und 900 Metern. Um die Passagiere ohne Zwischenfälle ans gewünschte Ziel bringen zu können, ist Cora mit diversen Sicherheitsfeatures ausgestattet. So gibt es etwa gleich drei unabhängige Bordcomputer, die redundant sämtliche Aufgaben wie Steuerung und Navigation übernehmen können. Sollten wider Erwarten doch einmal einige oder gar alle elektronischen Systeme ausfallen, bringt ein integrierter Fallschirm das Flugtaxi und seine Insassen laut Hersteller wieder sanft und sicher zurück auf den Boden.

Für die dazu nötige Software- und Robotik-Kompetenz sorgen bei Kitty Hawk große Namen wie Google-Gründer Larry Page und Robotik-Papst Sebastian Thrun, der bei Google lange die Sparte für autonomes Fahren geleitet hatte und bei Kitty Hawk nun als CEO geführt wird. Trotz der personellen Überschneidungen betont das Unternehmen jedoch, dass es unabhängig von Alphabet und Google sei.

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