Umstrukturierung mit der Brechstange bei MSH: Media-Saturn vor dem großen Knall

Der neue MSH-Chef Ferran Reverter plant offenbar eine grundlegende Restrukturierung. Laut Berichten sollen bis zu 700 Mitarbeiter entlassen und das Geschäftsmodell umgebaut werden. Auch ein Ende von Saturn steht wieder zur Diskussion.

Bis zu 700 Stellen könnte MSH laut dem Manager Magazin in der Zentrale in Ingolstadt streichen
(Foto: Media-Saturn)

Schon seit Ferran Reverter im Rahmen eines tiefgreifenden Umbruchs im Management im Herbst als neuer Chef der Media-Saturn Holding (MSH) angetreten ist, hat er klar gemacht, dass sich aus seiner Sicht einiges ändern muss, um die Holding und ihre Marken wieder in die Spur zu bekommen. Nach aktuellen Medienberichten könnte schon bald klarer werden, was das im Einzelnen bedeutet. So will das Manager Magazin erfahren haben, dass MSH alleine in der Zentrale in Ingolstadt bis zu 700 Stellen abbauen will. Das entspräche beinahe einem Viertel der gesamten Belegschaft. MSH wollte die Zahlen gegenüber dem Manager Magazin nicht bestätigen und bezeichnete sie als Spekulation.

Darüber hinaus soll Reverter planen, die direkt an Hersteller vergebenen Flächen in den Märkten deutlich auszuweiten. Damit würde sich MSH einerseits wiederkehrende Einnahmen sichern und gleichzeitig die Risiken beim Produkteinkauf und die Kosten für die Lagerhaltung und das Personal deutlich reduzieren. Als mögliche Interessenten gelten insbesondere die großen Elektronik- und ITK-Konzerne wie Apple, Huawei und Samsung, mit denen es teils bereits entsprechende Shop-in-Shop-Modelle gibt, sowie Hersteller wie Xiaomi, die bisher kaum über eigene Verkaufsflächen verfügen. Um die dafür benötigten Flächen frei zu bekommen, könnte MSH etwa das Marken- und Warenangebot reduzieren und so das Einkaufsrisiko und den Lagerbedarf weiter senken. Damit einhergehend soll auch ein stärkerer Fokus auf Aktionsangebote gelegt werden.

Auf der anderen Seite sollen dafür neue kostenpflichtige Dienstleistungen wie Computer- oder Fotokurse entwickelt werden, mit denen Kunden in die Märkte gelockt und zum Kauf angeregt werden.

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Kommentare (4) Alle Kommentare

Antwort von K3 , 14:19 Uhr

Ja da kann mann mal sehen, mit dem Onlineshop fährt Saturn auch noch seinen eigenen Namen an die wand, habe vor 14 Tagen 14 Sachen bestellt, nach 10 Tagen noch nicht ein Teil geliefert, denen geschrieben, A: vielen Dank für deine Nachricht.

Ihr Auftrag wurde fehlerfrei angelegt und unserem Zentrallager übermittelt.

sonst nix, erst auf Kumpel mit duzen dann Standartantwort, hilft keinem richtig weiter… ausser Amazon

Antwort von Die Wahrheit , 21:17 Uhr

Leider funktionieren viele Teile des Unternehmen 's nur extrem unprofessionell.

Kürzlich wechselt der Einkauf die Taktik alle zwei Tage. Mal darf dezentral eingekauft werden, dann wieder nicht. Dann werden kurzzeitig Einstellungen geändert, ohne kaufmännische Logik. Kurz, mit Vollgas in die Wand.

Antwort von Ani76 , 21:03 Uhr

Jetzt macht sich die Arogantz, Unfreundlichkeit und Engstirnigkeit endlich bemerkbar.