Umstrukturierung mit der Brechstange bei MSH: Media-Saturn vor dem großen Knall

Der neue MSH-Chef Ferran Reverter plant offenbar eine grundlegende Restrukturierung. Laut Berichten sollen bis zu 700 Mitarbeiter entlassen und das Geschäftsmodell umgebaut werden. Auch ein Ende von Saturn steht wieder zur Diskussion.

Saturn vor dem Aus

Wie schon öfter in den vergangenen Jahren wird damit einhergehend auch wieder gemutmaßt, ob sich MSH von der sowieso schon stark eingeschrumpften Saturn trennen könnte. Ähnlich wie zuvor schon in anderen Ländern könnten die verbleibenden Filialen der Tochter in Deutschland, Österreich und Luxemburg dazu in Media Märkte umgewandelt oder verkauft werden. Das würde die Kosten für MSH in Bereichen wie Marketing und Werbung erheblich senken und würde auch zum kolportierten Personalabbau passen. Bei Media Markt sollen die Einschnitte darüber hinaus das internationale Geschäft betreffen. Nachdem sich die Kette bereits wieder aus defizitären Märkten wie China und Russland zurückgezogen hat, könnte als nächstes Griechenland folgen. Laut Insidern wird bereits nach möglichen Kaufinteressenten für die dortigen 13 Filialen gesucht.

Den einstigen Giganten Media Markt und Saturn macht seit einigen Jahren vor allem die wachsende Online-Konkurrenz das Leben schwer. Hinzu kommen aber auch immer wieder eigene Fehler. So hatten Experten immer wieder gewarnt, dass die aggressive Expansionsstrategie langfristig nicht tragen könnte, da der Retail-Bereich im Elektroniksegment weltweit auf dem Rückzug ist. Und auch die teils hastigen Personalentscheidungen aus dem letzten Jahr sollen zu einigen Problemen geführt haben. So wurde etwa von völlig überzogenen Einkaufsmengen berichtet, die zuerst die Lager verstopften und anschließend mit Rabattaktionen wieder abgebaut werden mussten.

Reverter dürfte für seine Maßnahmen auch Rückendeckung von der Muttergesellschaft Ceconomy haben, deren Bilanz zuletzt erheblich durch die Schwäche von MSH eingetrübt worden war.

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Kommentare (4) Alle Kommentare

Antwort von K3 , 14:19 Uhr

Ja da kann mann mal sehen, mit dem Onlineshop fährt Saturn auch noch seinen eigenen Namen an die wand, habe vor 14 Tagen 14 Sachen bestellt, nach 10 Tagen noch nicht ein Teil geliefert, denen geschrieben, A: vielen Dank für deine Nachricht.

Ihr Auftrag wurde fehlerfrei angelegt und unserem Zentrallager übermittelt.

sonst nix, erst auf Kumpel mit duzen dann Standartantwort, hilft keinem richtig weiter… ausser Amazon

Antwort von Die Wahrheit , 21:17 Uhr

Leider funktionieren viele Teile des Unternehmen 's nur extrem unprofessionell.

Kürzlich wechselt der Einkauf die Taktik alle zwei Tage. Mal darf dezentral eingekauft werden, dann wieder nicht. Dann werden kurzzeitig Einstellungen geändert, ohne kaufmännische Logik. Kurz, mit Vollgas in die Wand.

Antwort von Ani76 , 21:03 Uhr

Jetzt macht sich die Arogantz, Unfreundlichkeit und Engstirnigkeit endlich bemerkbar.