Umweltbundesamt kritisiert: Elektroschrott und Batterien werden oft nicht korrekt entsorgt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, defekte Elektrogeräte loszuwerden: Wertstoffhof, abholen lassen, im Handel zurückgeben. Aber viel zu oft landen Elektroschrott und alte Batterien im Müll oder illegal in der Landschaft. Umweltschützer wollen das ändern.

Rücknahme vereinfachen, Wertschätzung für Geräte steigern

Das Umweltbundesamt fordert nun, die Rücknahme im Handel einfacher zu gestalten. Wertstoffhöfe sollten gut erreichbar sein und »bedarfsgerechte Öffnungszeiten« haben. Zudem sollten Verbraucher besser über Rückgabemöglichkeiten informiert werden - »künftig auch mehrsprachig«, wie das UBA vorschlägt. Zusätzlich soll die Wertschätzung für Produkte gesteigert werden, so dass ihre Besitzer sie behalten, weitergeben oder reparieren, statt sie zu entsorgen.

Einer UBA-Umfrage zufolge entsorgen die meisten Verbraucher ihre alten Geräte beim Wertstoffhof, lassen sie bei der Lieferung eines neuen Geräts mitnehmen oder von einem kommunalen Entsorger abholen. Nur jedes zehnte Gerät wurde demnach zum Handel zurückgebracht, wie die Behörde mitteilte. Nur die Hälfte der 14- bis 19-Jährigen wisse, dass der Handel in vielen Fällen alte Geräte zurücknehmen muss.

Schon seit Mitte 2016 müssen größere Einzelhändler und auch Online-Händler Elektrogeräte zurücknehmen und entsorgen. Das gilt für Geschäfte, die auf mehr als 400 Quadratmetern Fläche elektronische Produkte verkaufen. Bei Online-Händlern wie Amazon zählt die Lagerfläche. Geräte mit einer Kantenlänge unter 25 Zentimetern darf man ohne Kassenzettel zurückgeben, ohne etwas Neues zu kaufen. Für größere Geräte gilt, dass man ein neues kaufen muss, um ein altes zurückgeben zu dürfen.

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