Exklusive Verhandlungen: Medizintechnik-Sparte von Toshiba geht wohl an Canon

Der Kampf um die Medizintechnik-Sparte von Toshiba scheint entschieden. Sie dürfte an Canon gehen – das Unternehmen hat jetzt das Exklusivrecht für Verhandlungen erhalten.

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Im vergangen Herbst hatte Toshiba angekündigt, sich für seine Medizintechnik-Sparte einen Partner ins Boot zu holen, der die Mehrheit übernimmt. Der nach Bilanzmanipulationen angeschlagene Technologiekonzern will sich auf diese Weise mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Nachdem sowohl Canon als auch Fujifilm sowie eine Gruppe bestehend aus Konica Minolta und dem Finanzinvestor Permira an der Toshiba Medical Systems Corporation (TMSC) interessiert waren, kündigte Toshiba in der vergangenen Woche an, bis zum 18. März exklusiv mit Canon zu verhandeln. Der japanische Kamera- und Druckerhersteller bietet Medienberichten zufolge 700 Milliarden Yen, umgerechnet gut 5,5 Milliarden Euro, und könnte mit der Übernahme der Mehrheit bei TMSC seinen eigenen Healthcare-Bereich stärken. Er ist vor allem an der MRT-Technik interessiert, die im eigenen Portfolio noch fehlt. Das Canon-Angebot sei den anderen überlegen gewesen, heißt es bei Toshiba, und man werde nun versuchen, bis zum 18. März eine Einigung zu erzielen.