Gespräche beendet: Broadcom übernimmt Symantec doch nicht

Die milliardenschwere Übernahme von Symantec durch Broadcom findet nicht statt. Offenbar konnten sich die beiden Parteien nicht auf einen Kaufpreis einigen.

Symantec-Zentrale in Mountain View, Kalifornien
(Foto: CC0 - Public Domain)

Mehreren US-Medienberichten zufolge haben Broadcom und Symantec ihre Gespräche über einen Kauf des Sicherheitsspezialisten beendet. Symantec steht damit weiter vor einer ungewissen Zukunft – das Enterprise-Geschäft steckt in der Krise und man sucht nach einem neuen CEO.

CNBC zufolge waren die Verhandlungen schon weit fortgeschritten, der Deal hätte am gestrigen Montag unterzeichnet werden sollen, doch letztlich konnte man sich nicht auf einen Kaufpreis einigen. Symantec hatte mindestens 28 Dollar pro Aktie gefordert, was Broadcom zunächst zu bieten bereit gewesen wäre: 28,25 Dollar soll die ursprüngliche Offerte betragen haben. Doch während der sogenannten Due-Diligence-Prüfung kamen dem Chiphersteller offenbar Zweifel und er reduzierte sein Angebot.

An der Akquisitionsstrategie von Broadcom, das in den vergangenen Jahren etwa die Branchengrößen Brocade und CA geschluckt hatte, allerdings mit der Übernahme von Qualcomm am Veto von US-Präsident Trump gescheitert war, ändert das Ende der Gespräche mit Symantec nichts. Laut CNBC soll der Chiphersteller bereits die Fühler nach dem Software-Anbieter Tibco ausgestreckt haben, der Lösungen für Datenmanagement und Analytics bietet.