Safer Internet Day: Wie souverän sind wir im Netz?

»Alles unter Kontrolle?!« Unter diesem Motto will der Safer Internet Day dafür sensibilisieren, sorgfältig mit den eigenen Daten online umzugehen. Denn im Netz können Dinge schnell aus dem Ruder laufen.

Nicht nur Kinder unterschätzen gerne die Gefahren im Internet

Wie selbstbewusst und souverän bewegen wir uns tatsächlich im Internet? Und wie behalten wir die Kontrolle über unsere Daten? »Viele junge Leute glauben, dass sie alles wissen über das Netz, aber das ist nicht so«, sagt Peter Widlok von klicksafe.de. Die EU-Initiative koordiniert die Aktionen zum Safer Internet Day, der in diesem Jahr unter dem Motto »Alles unter Kontrolle?!« steht. Wie schnell die Dinge aus den Ruder laufen können, zeigt sich oft erst, wenn ein gemeiner Shitstorm entsteht, wenn ein Account gehackt wird oder private Fotos plötzlich in die Öffentlichkeit geraten. »Wir wollen die User dazu aufrufen, innezuhalten und sich zu fragen: Was mache ich eigentlich genau im Internet, wie sichtbar bin ich wirklich?«, erklärt Widlok.

Deshalb gab es am Dienstag in ganz Deutschland Veranstaltungen zum Safer Internet Day. So auch an der Berlin Cosmopolitan School, wo unter anderem Teenie-Star Lukas Rieger und YouTuberin Christina Ann Zalamea zu Gast sind. Das Netz habe eine unheimliche Dynamik, sagt Musiker Rieger, der bei Instagram um die zwei Millionen Follower hat. »Sind Gerüchte erstmal in der Welt, sind sie nur schwer zu stoppen.« Der 18-Jährige hat das schon selbst erlebt, etwa wenn wildfremde Mädchen behaupteten, seine Freundin zu sein. Und natürlich gebe es unter seinen Instagram-Fotos auch mal negative Kommentare, berichtet Rieger. Dann komme es schnell zum Streit zwischen Usern, der auch mal aggressiv werde. »Da hilft im Extremfall nur, den Post zu löschen.«

Zalamea, die für ihre Serie »Wishlist« bereits mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, hat sich besonders mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auseinandergesetzt. In einem Video erklärt sie, wie sie beim Runterladen von Apps fleißig den AGBs zustimmte, bis sie auf einmal gemerkt habe, »dass eine Bildbearbeitungs-App meine Nummer wissen will und eine Taschenlampen-App meinen Standort. Und wozu braucht bitte eine Spiele-App meine ganzen Kontakte?« Da habe sie verstanden, dass die Betreiber der Apps mit ihren Daten viel Geld verdienen können.

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