»Wir erschließen eine komplett neue Partnerlandschaft«: Eset startet MSP-Programm

Der Security-Spezialist Eset hat ein MSP-Programm an den Start gebracht, das mit tagesaktueller Abrechnung und ohne Mindestabnahmen auch für Neueinsteiger und kleinere Anbieter attraktiv ist.

Maik Wetzel, Channel Sales Director DACH bei Eset
(Foto: Eset)

Die Nachfrage nach Managed Services explodiert gerade, weshalb viele Fachhändler und Systemhäuser den Bereich erschließen wollen. »Wir haben in kürzester Zeit unglaublich viele Anfragen erhalten – damit hätten wir nie gerechnet«, berichtet Maik Wetzel, Channel Sales Director DACH bei Eset. Der slowakische Security-Anbieter hat daher ein MSP-Programm aufgelegt, das seine Partner beim Einstieg in das Geschäft mit Managed Services unterstützen soll. Vor dem offiziellen Start gab es bereits eine Pilotphase, um die Bedürfnisse der Händler kennenzulernen und das Programm dementsprechend anzupassen, erklärt Wetzel.

Im MSP-Programm ist eine tages- und verbrauchsabhängige Abrechnung vorgesehen, die vor allem für Neueinsteiger und kleine Anbieter interessant ist, da sie keine Mindestlizenzgrößen abnehmen müssen. Mit steigender Lizenzzahl profitieren Händler allerdings von günstigeren Staffelpreisen, sodass sie mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Angebote haben. Zudem können sie ihren potenziellen Kunden die Eset-Anwendungen 90 Tage kostenlos zum Test anbieten.

Derzeit stehen die Lösungen für Endpoint-, Mobile und Server-Security im MSP-Programm bereit, Eset arbeitet aber daran, seine Produkte für Authentifizierung und Verschlüsselung zu integrieren. Die Verwaltung der Lizenzen erfolgt über ein Web-Interface, das auch detaillierte Reportings liefert, etwa wie der Lizenzpool des Händlers auf Kunden und Standorte aufgeteilt ist. Der Betrieb der Security-Lösungen kann eigenständig erfolgen, aber auch über externe Remote Management- und Monitoring-Tools wie Kaseya und LabTech.

Check-up für Managed Service Provider

Bei seinem MSP-Programm arbeitet Eset eng mit dem Distributor Ebertlang zusammen und bietet Trainings sowie Zertifizierungen an, um die Händler für das Managed Services-Geschäft fitzumachen. Denn hier trägt der Anbieter das Risiko und die Verantwortung für Dienst und Datenschutz. »Die meisten Partner wissen aber genau, worauf sie sich einlassen«, betont Wetzel. Zudem steht am Beginn des Onboarding-Prozesses ein Gespräch mit dem Partner, um zu prüfen, ob sein Service-Geschäftsmodell realistisch ist und in welchen Bereichen er Unterstützung benötigt. Wetzel zufolge stößt das MSP-Programm nicht nur im bestehenden Partnernetzwerk auf riesiges Interesse, sondern auch außerhalb. »Wir erschließen hier eine komplett neue Partnerlandschaft«, sagt er.