Namenswechsel: Toshiba Memory wird zu Kioxia

Die vor zwei Jahren von Toshiba verkaufte Speicherchipsparte verliert den bekannten Namen des einstigen Mutterkonzerns und firmiert ab Oktober als Kioxia.

Flash-Fertigung von Toshiba im japanischen Yokkaichi
(Foto: Toshiba)

Zum 1. Oktober 2019 wird die Toshiba Memory Corporation in Kioxia umbenannt. Auch die Toshiba Memory Europe GmbH vollzieht damit einen Namenswechsel und wird zu Kioxia Europe GmbH.

Für das Unternehmen, das 1987 den ersten NAND-Flash auf den Markt brachte, ist es der nächste große Einschnitt, nachdem der Mutterkonzern Toshiba es vor zwei Jahren wegen finanzieller Probleme verkaufen musste. Zwar ist Toshiba noch an dem Speicherchiphersteller beteiligt, der größte Teil des Unternehmens gehört jedoch einem Konsortium um den Finanzinvestor Bain Capital, zu dem auch Apple und Dell zählen.

Kioxia ist ein Kunstwort, das aus dem japanischen »kioku« (Speicher) und dem griechischen »axia« (Wert) zusammengesetzt wurde und den Anspruch des Herstellers verdeutlichen soll, hochwertige Flash-Speicher zu liefern. Man gebe das Toshiba-Erbe nicht auf, sondern baue darauf auf, erklärte Executive Chairman Stacy Smith der Financial Times zufolge; es handele sich um einen neuen Start für die Firma als unabhängiges Unternehmen und markiere auch eine neue Speicherära.

Die allerdings ist aktuell von Überproduktion und sinkenden Preisen geprägt – dem wachsenden Speicherbedarf vieler Firmen und Privatpersonen zum Trotz, weil wegen der geringen Nachfrage nach Smartphones und Problemen im Notebook-Markt der Bedarf der Gerätehersteller niedrig ist. Auch der geplante Börsengang, mit dem Insider für September gerechnet hatten, dürfte sich deshalb verschieben.