Comeback einer Traditionsmarke: Allied Telesis wagt den Neustart

In den letzten Jahren hat Allied Telesis viel von seinem ehemals guten Ruf eingebüßt. Mit einem neuen Vertriebsmodell und mehr Investitionen ins Marketing möchte der Netzwerkspezialist jetzt zu alter Stärke zurückfinden.

Marke bekannter machen

Auch beim Blick auf das bestehende Partnerprogramm hat der Channel-Profi gleich gesehen, dass das Channel-Modell nicht konkurrenzfähig ist. Im nächsten Schritt arbeitet Allied Telesis deswegen daran, ein neues Partnerprogramm mit den klassischen drei Stufen Silber, Gold und Platinum aufzubauen. Zumindest vorerst entscheidet nicht der Umsatz eines Resellers über sein Partnerlevel sondern seine Zertifizierungen. Gold-Partner benötigen eine, Platinum-Partner zwei Zertifizierungen.

Von den 500 kaufenden Allied-Telesis-Partnern sind bislang 30 in dem neuen Programm registriert. Diese haben ihren Umsatz laut Rannetshauser 2018 um 130 Prozent gesteigert. Bei den 30 Resellern soll es allerdings nicht bleiben. Wenn das Programm im Laufe des zweiten Quartals endgültig fertiggestellt ist, möchte Allied Telesis den Fokus darauf legen, die Zahl der Partner auszubauen. Bis zum Jahr 2025 sollen es in der DACH-Region 250 bis 300 registrierte Partner sein, mit denen eine aktive Partnerschaft besteht.

Neben dem Neuaufbau des Vertriebs möchte Allied Telesis nun auch seine Marke wieder ins Gespräch zu bringen. Denn gerade unter Netzwerkspezialisten, die schon länger im Markt aktiv sind, sind der Name und die Produkte, die dahinter stehen, noch nicht in Vergessenheit geraten. Auf dem ehemals guten Ruf der Marke möchte Allied Telesis nun aufbauen. »Jetzt ist unsere letzte Chance, die Marke zu reaktivieren«, stellt Rannetshauser klar.