Massives Wachstum: Hyperscaler investieren in Rechenzentren – aber am Channel vorbei

Immerhin 430 große Cloud-Rechenzentren gab es Ende des vergangenen Jahres, mehr als 130 sollen 2019 dazukommen. Doch von den Milliardeninvestitionen profitieren die klassischen Infrastrukturhersteller und ihre Vertriebspartner kaum, weil Hyperscaler und Betreiber sozialer Netzwerke bei ODMs einkaufen.

Das bestätigt auch ein Service-Provider, der Platin-Parter von Dell EMC und Gold-Partner von Cisco ist, aber nicht namentlich genannt werden will. Bislang habe er noch keinerlei Anfragen von Hyperscalern erhalten, Hardware oder Services beizusteuern. »Diese Multimillionen-Dollar-Deals von Google und Amazon sind offensichtlich da draußen, wir bekommen nur einfach kein Stück davon ab.« Er ist sicher, man könne da als Partner durchaus einige Services liefern, doch die Hyperscaler würden Direktgeschäft bevorzugen.

Auch Dinsdale ist der Meinung, es gebe Möglichkeiten für den Channel in diesem Business. Doch wegen der großen Volumen in diesen Deals würden die Hyperscaler lieber direkt bei der Quelle kaufen, statt über den Channel zu gehen.

Modernisierung bestehender Datacenter

Auch wenn 40 Prozent der Hyperscaler-Rechenzentren in den USA stehen, so werden Synergy zufolge die meisten Neubauten in der EMEA-Region und im asiatisch-pazifischen Raum errichtet. Gerade Amazon und Google würden die Strategie »bauen, bauen und nochmals bauen« fahren, sagt Dinsdale. »Beide haben eine große Pipeline an Datacenter-Bauvorhaben, die sich zunehmend auf ein breiteres Länderspektrum verteilt. Und natürlich halten die installierten Systeme nicht ewig. Amazon und Google haben ziemlich aggressive Austauschzyklen, sodass viele Investitionen auch in die Auffrischung vorhandener Rechenzentrums-IT fließen wird.«

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