Veraltete PC-Arbeitsplätze: Wenn Mitarbeiter zum Vorschlaghammer greifen

Viele Unternehmen sparen offenbar an der falschen Stelle. Laut einer Umfrage riskiert jeder zweite deutsche Mittelständler Datenverluste, wenn veraltete PCs nicht alle drei Jahre erneuert werden. Zudem frustriert die veraltete Ausstattung einige Mitarbeiter mitunter so stark, dass sie zu brutalen Mitteln greifen.

Der Computer bringt Anwender zuweilen an ihre nervlichen Grenzen (Foto: unpict - Fotolia.com).

So erwägen einige Nutzer offenbar sogar, das veraltete Gerät absichtlich zu zerstören, um ein neues zu bekommen. In Frankreich denkt jeder fünfte Mitarbeiter so, in Großbritannien jeder achte. In Deutschland sind es zwar nur sieben Prozent: Sollte der Hammer aber tatsächlich auf den PC gefallen sein, drohen einmal mehr Datenverluste und langwierige Neueinrichtungen. Für die Studie wurden vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von Mozy 600 IT-Managern und 3.000 Angestellte in Großbritannien, Frankreich und Deutschland befragt. Demnach halten sich nur 38 Prozent der französischen und 30 Prozent der britischen Firmen an den für PCs empfohlenen Erneuerungszyklus von drei Jahren. Der Anteil bei den deutschen Unternehmen liegt immerhin bei 51 Prozent, wodurch die Mitarbeiter etwas besser dran sind als ihre europäischen Pendants.

Nach Meinung von Igel-Geschäftsführer Heiko Gloge könnten sich die IT-Leiter entspannen, wenn sie Ihre IT zentralisierten und für den Zugriff Thin Clients nutzen würden, die aufgrund ihrer Bauweise doppelt so lange laufen. »Das brächte nicht nur Vorteile in puncto Sicherheit, sondern würde auch die IT-Infrastrukturkosten und den Energieverbrauch signifikant senken«, zeigt sich Gloge überzeugt. Zudem sei die typische Einsatzdauer von Thin Clients ist mit sechs Jahren zweimal so lang wie die von PCs.