MFPs statt Kopierer: HP übernimmt Samsungs Druckersparte

HP will für rund eine Milliarde US-Dollar das Druckergeschäft von Samsung übernehmen. Der Deal soll in den nächsten zwölf Monaten abgeschlossen werden.

HP-CEO Dion Weisler erläuterte am Montag in Bosten auf der weltweiten Partnerkonferenz die Details des Samsung-Deals

HP Inc. übernimmt das Druckergeschäft von Samsung für rund eine Milliarde US-Dollar, wie der Konzern am Montag bestätigte. Die Amerikaner wollen mit der Akquisition ihre Marktposition im rund 55 Milliarden Dollar schweren Kopierermarkt stärken. Ein Segment, dass laut Aussage von HP in vielen Jahren keine Innovationen erfahren hat und die Kunden frustriert. Deshalb will der Konzern Kopierer in Zukunft mit MFP-Geräten ersetzen. Samsung habe ein beachtenswertes A3-Portfolio im MFP-Markt aufgebaut, dass die Performance von Kopierern mit der Einfachheit, Verlässlichkeit und der guten Bedienbarkeit von Druckern verbinde — und das mit nicht weniger als sieben austauschbaren Komponenten. »Die Übernahme von Samsungs Druckersparte erlaubt uns, neue Innovationen im Druckbereich zu entwickeln und völlig neue Geschäftspotenziale mit bessere Effektivität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit für unsere Kunden zu entwickeln«, erklärt HP-Chef Dion Weisler.

Von der Übernahme sind mehr als 1.300 Entwickler sowie mehr als 6.500 Patente betroffen. Mit dem Kauf erwirbt HP auch viel Know-how im Laserbereich, indem die Amerikaner in mehr als 30 Jahren eng mit Canon zusammengearbeitet hatten. Die Akquisition soll sich aber nicht negativ auf die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen auswirken — im Gegenteil. »Diese Übernahme wird unsere Kooperation weiter voranbringen und für Wachstum bei beiden Unternehmen sorgen«, erklärt Fujio Mitarai, Vorsitzender und CEO von Canon.

HP und Samsung wollen die Übernahme in den kommenden zwölf Monaten abschließen, wenn die zuständigen Kartellbehörden der Akquisition zustimmen. Gleichzeitig hat sich Samsung dazu verpflichtet, zwischen 100 Millionen und 300 Millionen Dollar in HP-Aktien zu investieren, wenn die Übernahme abgeschlossen ist.