Selfie war gestern: Supermarktbesucher lassen sich in 3D anfertigen

Wer macht denn noch Selfies? Britische Supermarktbesucher hatten kürzlich die Gelegenheit, sich in zwölf Sekunden scannen zu lassen. Beim nächsten Einkauf konnten Sie dann ihr „Shapie“ abholen – sich selbst als 3D-Miniaturmodell.

3D-Selfie aus dem Supermarkt: 8-Zoll-Ministatue für 60 Pfund. (Foto: Shapify.me)

Der Spezialist für 3D-Hard- und Software Artec und die britische Supermarktkette ASDA kooperieren – sehr zur Freude vieler Kunden. Als erster Einzelhändler stellte ASDA seinen Kunden 3D-Scantechnologie zur Verfügung: In seiner Fililale Trafford Park bei Manchester wurde letzte Woche eine Kabine mit dem ersten 3D-Hochgeschwindigkeits-Körperscanner der Artec Group, »Shapify Booth«, installiert. Das Gerät bot vielen Tausend Kunden die Gelegenheit, ein 3D-Miniaturmodell (»Shapie«) von sich selbst anfertigen zu lassen.

Die Shapify Booth-Kabine von Artec besteht aus hochauflösenden 3D-Scannern mit großem Sichtfeld und einem Drehpodest. Sie benötigt nur 12 Sekunden, um eine Person vollständig einzuscannen. Mithilfe des Artec-Algorithmus werden 700 gescannte Oberflächenpartien automatisch zu einer detailreichen ausdruckbaren Datei zusammengesetzt. Dieses digitale Modell wurde an das ASDA 3D Printing Centre gesendet, wo eine 8-Zoll-Ministatue mit fotorealistischen Farben angefertigt wurde. Eine Woche später konnte die Figur im Geschäft abgeholt werden.

Mit Hilfe der 3D-Drucktechnologie von ASDA war es möglich, die hochwertigen Figuren in großer Stückzahl und zu einem Preis von 60 britischen Pfund herzustellen.

Für die »3D-Shapies« ließen sich die ASDA-Kunden als Familie, im Sportdress, im Hochzeitskleid oder in Abendrobe ablichten – und nahmen etwas völlig Neues und Einzigartiges von ihrem wöchentlichen Einkauf mit nach Hause. Bei Erfolg des Shapify-Pilotprojekts in Trafford Park sollen im Herbst noch weitere Kabinen in ASDA-Supermärkten aufgestellt werden.